World Vision verlangt Friedensförderung statt Waffen

Weltkonferenz zur Konfliktprävention

Das Hilfswerk World Vision fordert, die Mittel für Friedensforschung und Konfliktprävention zu steigern statt immer mehr Geld für Waffen zu auszugeben. Anlass dafür ist die UN-Weltkonferenz für die Prävention von bewaffneten Konflikten, die am heutigen Dienstag beginnt. Die Weltkonferenz internationaler Nicht-Regierungsorganisationen findet erstmalig statt und behandelt Themen wie Kindersoldaten in Uganda oder Versöhnungsarbeit in Kenia.

"Zum ersten Mal treffen sich Hunderte von internationalen Zivilgesellschaften, um mit einer Stimme zu sagen: Wir wollen Frieden", sagt Sönke C. Weiss Delegationssprecher von World Vision. Während der Konferenz will sich das Hilfswerk dafür einsetzen, dass mehr öffentliche Gelder für Friedensförderung und die Prävention von bewaffneten Konflikten ausgegeben werden.

Auch müssten internationale Nichtregierungsorganisationen verstärkt auf UN-Ebene in den Lösungsprozess von Konflikten eingebaut werden. Sie bräuchten ebenso einen besseren Zugang zum UN-Sicherheitsrat. Schließlich müssten Krisenprävention und Friedensförderung als inhaltliche Punkte mit in die Millenniumsziele (unter anderem Armut reduzieren, Recht auf Gesundheit und Bildung) eingebunden werden.

Friedensförderung bedeute außerdem, Netzwerke von sozialen Beziehungen (wieder)herzustellen, die Ursachen von Gewalt zu bearbeiten und die gewaltfreie Transformation von Konflikten hin zu gerechten Lebensverhältnissen zu fördern, sagte Weiss am Rande der Feierlichkeiten zur Eröffnung der Konferenz.