WWW-Browser Firefox in neuer Version gegen Internet Explorer

Weniger Sicherheitslücken

Die neue Version des Mozilla-Browsers seit der Nacht zu Mittwoch weltweit zum Download freigegeben. Rund ein Jahr nach Veröffentlichung der Firefox-Version 1.0 soll die aktuelle Version 1.5 gegenüber dem wegen seiner vielen Sicherheitslücken kritisierten Microsoft Internet Explorer weiteren Boden gutmachen. Neben Verbesserungen bei Geschwindigkeit und Sicherheit des Browsers wollen die Entwickler mit Funktionen etwa gegen lästige Werbe-Pop-Ups neue User überzeugen.

Optisch ist dabei auf den ersten Blick beinahe alles beim Alten geblieben. Die Weiterentwicklungen zeigen sich erst im Detail. In punkto Geschwindigkeit, Unterstützung von Webstandards und Browsersicherheit habe man versucht neue Maßstäbe zu setzen, ohne dabei Usern das Leben schwerer zu machen, sagte Tristan Nitot, Präsident von Mozilla Europe.

Neu in Version 1.5 ist die Update-Funktion. Sie verständigt User über Sicherheitsupdates sowie Produktupgrades und integriert die Neuerungen in die installierte Version, ohne das gesamte Programm neu herunterzuladen. Unterstützt werden dabei die gängigen Betriebssysteme Windows, Mac OS X und Linux sowie die über 40 verschiedenen Sprachen, in denen Firefox mittlerweile veröffentlicht wird. Das Management gesammelter privater Daten wie Passwörter, Formulardaten und Chronik soll durch eine Funktion erleichtert werden, die mit einem Klick alles löschen kann. Im Gegensatz zu Vorgängerversionen ist diese direkt im Menü angesiedelt und kann über ein Tastaturkürzel aktiviert werden.

Weiterentwickelt wurde auch die "Tabfunktion". Sie ermöglicht die freie Anordnung der verschiedenen Fenster über sogenanntes Drag and Drop, ein Feature, das laut Nitot von Usern immer wieder eingefordert wurde. Neben der Unterstützung aktueller Webstandards will man weiterhin mit der Vielzahl an angebotenen Erweiterungsfunktionen punkten, mit denen Benutzer ihren Browser individuell optimieren können. "Es gibt keinen Browser, der den Ansprüchen aller Benutzer gleichermaßen gerecht werden kann", sagte Nitot. Die derzeit rund 700 Extensions würden aber dafür sorgen, dass der Browser dem Surfverhalten von einfachen Benutzern bis hin zu sogenannten Power Usern entsprechend angepasst werden könne, so Nitot weiter.

Auch bei dem mit Firefox verwandten Mailprogramm Thunderbird warten müssen steht eine neue Version 1.5 an. Sie soll Nitot zufolge bereits in wenigen Wochen verfügbar sein.