DFB-Chef will WM ohne Panzer mit Bundeswehr in Bereitschaft

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Die Bundeswehr sollte nach Ansicht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei der Weltmeisterschaft im Sommer in den Kasernen bleiben. "Panzer im Umfeld von Stadien: Das wäre nicht in meinem Sinne", sagte der geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger der Wochenzeitung "Die Zeit". "Wir haben uns beworben auch mit dem Versprechen, hier fröhliche, lockere, ja unbekümmerte Gastgeber zu sein - und damit das Image Deutschlands in der Welt zu fördern. Wir wollen, dass sich die Leute in den Armen liegen. Wenn im Hintergrund, und sei es vorsorglich, Panzer stehen, funktioniert das nicht." Allerdings will der DFB-Präsident die "Hilfe" der Bundeswehr nicht generell ausschließen.

Die Vermischung polizeilicher und militärischer Aufgaben hält Zwanziger für gefährlich. Das lehre die Geschichte. Eine Weltmeisterschaft sei, bei aller Bedeutung, kein Anlass, von dem jetzigen Prinzip abzuweichen.

Allerdings, schränkte Zwanziger ein, könnte Terrorismus für eine Gefahrenlage sorgen, "die von der Polizei nicht mehr zu beherrschen ist". In diesem Fall wolle er die Hilfe der Bundeswehr nicht ausschließen.