6 Milliarden Euro mehr für Forschungseinrichtungen und Wirtschaft

Forschungsausgaben

Die Bundesregierung will die Ausgaben für Forschung in den kommenden Jahren deutlich erhöhen. Das geht aus dem Entwicklungsbericht 2006 von Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) hervor, den das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin verabschiedet hat. Danach sollen die Forschungsausgaben, die in diesem Jahr insgesamt 9,6 Milliarden Euro betrugen, bis 2009 um zusätzliche 6 Milliarden steigen. Hintergrund ist das Ziel der Bundesregierung, die Aufwendungen in diesem Bereich bis 2010 auf drei Prozent des Inlandsproduktes anzuheben.

Nach Angaben des Forschungsministeriums ist dies der stärkste Anstieg in der Geschichte der Bundesrepublik. Jetzt seien die Länder und die Wirtschaft gefordert. Derzeit liege Deutschland mit einem Ausgabenanteil von 2,5 Prozent international auf Platz neun, in der Europäischen Union hinter Schweden und Finnland auf Platz drei.

Gegenüber 2005 habe die Bundesregierung in diesem Jahr die Forschungsaufwendungen um 609 Millionen Euro oder 6,8 Prozent gesteigert.

Dem Entwicklungsbericht zufolge erhielten im Jahr 2005 die so genannten "Organisationen ohne Erwerbszweck" mit 51,9 Prozent den höchsten Anteil an den Forschungs- und Entwicklungs-Ausgaben des Bundes. Hierzu zählen unter anderem die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft.

"Die zweitstärkste Empfängergruppe waren die Gesellschaften und Unternehmen der Wirtschaft mit 18,9 Prozent." Die Wirtschaftsgliederung der Ist-Ausgaben des Bundes für Forschung und Entwicklung an die Empfängergruppe Gesellschaften und Unternehmen der Wirtschaft einschließlich Dienstleistungsunternehmen zeige, dass 2005 rund 70 Prozent der Ausgaben an das Verarbeitende Gewerbe geflossen seien, darunter allein knapp je ein Viertel in Unternehmen des Fahrzeugbaus sowie der Herstellung von Büromaschinen, DV-Geräten und -Einrichtungen, Elektrotechnik und Feinmechanik.