Landgericht Augsburg will offenbar keine weiteren Zeugen hören

Strauß-Prozess

Im Steuerstrafprozess gegen Max Strauß zeichnet sich ein baldiges Ende ab. Das Augsburger Landgericht will am 30. Juli über mehrere Beweisanträge von Verteidigung und Staatsanwaltschaft entscheiden. Dabei geht es um die Strauß vorgeworfene gewerbsmäßige Lobbyistentätigkeit sowie um den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Vernehmung weiterer ausländischer Zeugen. Der Vorsitzende Richter Manfred Prexl empfahl den Prozessbeteiligten am Montag, sich für den 1. August auf ihre Plädoyers vorzubereiten. Dazu käme es, falls das Gericht - wie erwartet - die Beweisanträge ablehnen sollte. Das Gericht will offenbar keine weiteren Zeugen hören.

Strauß wird vorgeworfen, vom Rüstungslobbyisten Karlheinz Schreiber rund 2,6 Millionen Euro an Provisionszahlungen erhalten und nicht versteuert zu haben. Dabei ging es laut Anklage unter anderem um Vermittlungsdienste für diverse Airbus-Lieferungen. In dieser Sache war Strauß bereits 2004 vom Landgericht Augsburg zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob diese Entscheidung jedoch w Augsburg f und verwies den Prozess zurück nach Augsburg.