Bundeswehrverband sieht Grenzen der Einsatzfähigkeit erreicht

Heeresflieger, Sanitätsdienstsoldaten & Feldjäger

Nach Ansicht des stellvertretenden Vorsitzenden des Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, sind Teile der Bundeswehr an die Grenzen ihrer Einsatzfähigkeit gelangt. Dies sei der Fall bei Heeresfliegern, Sanitätsdienstsoldaten und Feldjägern, sagte Kirsch den Dortmunder "Ruhr Nachrichten". "Diese Gruppen sind übermäßig stark belastet. Oftmals gebe es zwischen den Einsätzen nicht genügend Raum für "Pausen und für Training".

Kirsch sagte, die Unzufriedenheit der Soldaten wachse. Laut einer aktuellen Mitgliederbefragung des Verbandes würden nur 34 Prozent der befragten Soldaten anderen raten, diesen Beruf zu ergreifen.

Kirsch kritisierte, die sozialen Rahmenbedingungen der Arbeit bei der Bundeswehr hätten sich immer weiter verschlechtert. "Die Soldaten stehen vor immer größeren Herausforderungen, ihre Einkommen gehen real aber immer weiter zurück", sagte er. Auch bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gebe es Schwierigkeiten. "Der Frust in der Truppe ist groß", sagte Kirsch.