UN Chefökonom Flassbeck fordert höhere Löhne für Weltkonjunktur

Schwerste Krise seit 2. Weltkrieg

Während EZB-Zentralbank-Chef Claude Trichet von der schwersten Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg spricht und den hoch verschuldeten Staaten das Geld zu sparen für weitere Konjunkturprogramme fehlt, fordert der UN Chefökonom Heiner Flassbeck weltweit höhere Löhne zur Ankurbelung der Weltkonjunktur.

Wir erleben gerade den Höhepunkt des dritten Akts jener Krise, die 2008 als Finanz- und Bankenkrise begann, sich dann zur globalen Rezession ausweitete und schließlich in der Staatsschuldenkrise auf beiden Seiten des Atlantiks mündete. Der Beginn einer umfassenden Weltwirtschaftskrise ist für viele Ökonomen trotz der hohen Volatilität der Märkte nicht ausgeschlossen. (Quelle 1) Die aktuelle Schieflage könne lediglich über eine Steigerung der Einkommen in den USA, Europa und Japan begradigt werden, sagte UNCTAD-Chefökonom Heiner Flassbeck den "VDI Nachrichten".

Während die USA den Staatsbankrott gerade noch so eben durch eine Erhöhung der Schuldengrenze auf über 16 Billionen Dollar abgewendet haben und diese Erhöhung insbesondere auf Kosten der massiven Streichung der Sozialausgaben gegenfinanzieren, macht US Präsident Barak Obama die EU für die anhaltende Wirtschaftskrise mitverantwortlich.

Anders als in Europa wird die FED in den USA wohl eher den Weg der Erhöhung des quantitativen Wachstums der Ausweitung der Geldmenge Q3 gehen und die Gelddruckmaschine anwerfen, was weitere Dollarentwertungstendenzen bewirken kann, die der US Wirtschaft offenbar ganz gelegen kommen. Seit Jahren ist ein Wertverlust des Dollar erkennbar. Die Inflationsgefahr wird dadurch massiv gesteigert. Kaufkraftschwächung, steigende Massenarneitslosigkeit und der Beginn einer Depression oder gar Rezession in den USA sind mögliche folgen . Die Menschen verschulden sich insbesondere in den USA aber auch in Europa immer weiter und man geht hier den Weg der massiven Kaufkraftverbichtung.

Gleichzeitig haben Ratingagenturen erstmals die Bonität der USA von Trippel AAA auf AA+ herabgesetzt, was die Zinsen der Staatsanleihen wehen des höheren Risikos steigen lässt und auf der anderen Seite die Refinanzierung der Staaten über Staatsanleihen weiter verteuert. Die Kreditwürdigkeit der USA sinkt. Ein Teufelskreis, der Europa zeigen sollte, dass man hier andere Wege gehen muß und die Massenkaufkraft durch höhere Löhne steigern sollte.

Quelle 2

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die USA in ihrer Kreditwürdigkeit herabgestuft. Damit hat die größte Volkswirtschaft der Welt zum ersten Mal seit 70 Jahren nicht mehr die Bestnote. S&P nahm das US-Rating um eine Stufe von AAA auf AA+ zurück. (jm)

  1. http://preview.tinyurl.com/3mswxj5
  2. http://preview.tinyurl.com/4xtfefx