Die Internet-Zeitung
Bedeutung soziale Medien steigt

Social Media: Vortrag an der DIPLOMA Hochschule Hannover

Am

DiplomaHannover-jvh. An der DIPLOMA Hochschule in Hannover zeichnete die angehende Wirtschaftsjuristin Nicole Fromme in einem Prüfungsvortrag die Entwicklung der Social Media nach: der Begriff sei noch relativ neu. Erst im Jahre 2005 sei er bei einem Brainstorming in den USA geprägt worden. Allerdings hätte er sich danach in kürzester Zeit weltweit durchgesetzt. In den USA sei er Ende 2005 zum ersten Mal "gegoogelt" worden - in Deutschland dann im Jahre 2009.


Was sind Soziale Medien eigentlich? Die Wissensplattform Wikipedia schreibt dazu: "Als Social Media, zu deutsch: Soziale Medien, werden soziale Netzwerke und Netzgemeinschaften verstanden, die als Plattform zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen dienen."

Unternehmen hätten damit beispielsweise die Möglichkeit, zu erfahren, wie ihre Kunden tatsächlich über ihre Produkte und Dienstleistungen denken und darüber miteinander sprechen würden. Aber auch aktiv könnten auf diesem Wege Informationen über die sozialen Medien eingestreut werden. Auf diese Weise könnten Konsumenten erreicht werden, die auf die "normale Werbung" beispielsweise im Radio gar nicht mehr reagieren würden.

Die Verbraucher könnten sich in Erfahrungs-Austausch-Gruppen über die Meinungen anderer informieren - und danach ihr Einkaufsverhalten steuern. Diese Möglichkeit gehe über die frühere reine Suchfunktion durch das Internet weit hinaus.

Immer mehr Plattformen für den Austausch...

Im Netz seien mittlerweile über 270 Plattformen für den wechselseitigen Austausch in 54 Ländern zu finden. Auch Unternehmen würden diese Möglichkeiten der direkten Kommunikation mit ihren Kunden nutzen. Die US-Firmen Procter & Gamble sowie Johnson & Johnson seien hier besonders aktiv. Aber auch ihre eigene Fachhochschule, die DIPLOMA, hätte vor Kurzem eine Seite auf Facebook eröffnet und sei innerhalb von wenigen Wochen von über 1.000 Menschen besucht und mit dem Button "Gefällt mir" markiert worden!

Die drei beliebtesten Plattformen international seien Twitter mit 39 %, Youtube mit 37 % und Facebook mit 28 % Besucheranteil. Deutsche Plattformen wie z. B. Xing würden in dieser Liga keine Rolle spielen.

Die deutschen Unternehmen würden im Vergleich zu amerikanischen Firmen bei diesem Engagement im Internet etwa vier bis fünf Jahre hinterher hinken. Erst die Hälfte der deutschen Unternehmen sei überhaupt in sozialen Netzwerken zu finden. Immer noch hätten viele Betriebe noch nicht einmal eine eigene Homepage. Auf der anderen Seite gäbe es den besonders aktiven Sportartikelhersteller Adidas mit insgesamt über 6,1 Mill Kontakten in verschiedenen Netzwerken.

Stark unterrepräsentiert wären beispielsweise die Chemiebranche und ausgerechnet die Finanzdienstleister in Deutschland. Diese Feststellung verwundere, weil gerade die letztgenannte Branche ansonsten sehr werbeaktiv sei.

Social Media für viele verschiedene Zwecke

Die sozialen Medien würden sehr unterschiedlich eingesetzt. 59 % der in Sozialen Medien aktiven Betriebe nutzten diesen Weg einfach zur Verbesserung ihres Bekanntheitsgrades.

54 % böten ihren Mitarbeitenden auf dem Weg über soziale Medien die Möglichkeit, als "Botschafter ihres Unternehmens" aufzutreten. Ganz ähnlich muss auch die Aktivität der DIPLOMA Hochschule auf Facebook gewertet werden, wenn hier Studentinnen und Studenten einen positiven Kommentar über ihre Hochschule abgeben.

39 % der Unternehmen nutzten Social Media zur Imageverbesserung und 34 % als ein Instrument, um die Personalsuche zu unterstützen. Gerade der zuletzt genannte Aspekt werde immer wichtiger, weil sich auf Grund des demografischen Wandels die Suche nach geeigneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer schwieriger gestalte.

Zusammenfassend sagte die Nebenberuf-Studentin voraus, die Bedeutung der Sozialen Medien werde in den nächsten Jahren noch stark zunehmen. Damit stiegen zugleich auch die Macht und die Einflussmöglichkeiten der Verbraucher.

Auch die deutschen Unternehmen könnten sich dieser Entwicklung nicht mehr verschließen und werden in den kommenden Jahren mehr Geld für ihr Engagement in sozialen Medien in die Hand nehmen müssen.

Damit dies auch in der optimalen Weise geschähe, gäbe es mittlerweile Agenturen mit dem Schwerpunkt der Social Media Beratung. Auf der Website www.socialmediaplanner.de könnten sich Unternehmen die optimalen Plattformen für ihre Produkte und Dienstleistungen zusammenstellen.

Damit sei auch ein neuer Beruf entstanden: Social Media Berater. Die DIPLOMA Hochschule selber böte dazu im Fachbereich Medienmanagement ein eigenes Bachelor Studienprogramm an.

Berichterstatter und Autor: Dr. Joachim von Hein, Hannover

Wir freuen uns auf den Austausch auf unserer Facebook-Seite

Kategorien
unternehmen