Daimler: Europäischer Umweltpreis (EBAE) für NANOSLIDE

Europäische Kommission zeichnet Daimler für umweltfreundliche Innovation aus

Stuttgart/Lyon. Mit dem 2014-2015 Europäischen Umweltpreis in der Kategorie „Prozesse“ bekommt Daimler für die NANOSLIDE®-Technologie die höchste europäische Anerkennung. Der renommierte Preis ist eine weitere Auszeichnung für die Technologie, die den Weg von der Anwendung in Serienfahrzeugen von Mercedes-Benz sogar bis in die Formel 1 geschafft hat. Auch im Innovationshighlight von Mercedes-Benz, dem S 500 PLUG-IN HYBRID, kommt sie zum Einsatz. Der Europäische Umweltpreis (European Business Awards for the Environment - EBAE) wird an Unternehmen verliehen, die Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und herausragende Umweltfreundlichkeit erfolgreich verbinden.

Der Europäische Umweltpreis wurde 1987 von der Europäischen Kommission gestiftet und wird seither zweijährig in fünf Kategorien vergeben. Mit dem Preis werden nachhaltige Technologieentwicklungen europäischer Firmen ausgezeichnet, die Innovation, ökonomische Sichtbarkeit und Nachhaltigkeit am Standort Europa vereinen. Die Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs wurden von der renommierten Jury unter 152 Einsendungen aus 22 europäischen Staaten ausgewählt. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Gewinn des entsprechenden nationalen Umweltpreises (Deutschland: Innovationspreis für Klima und Umwelt - IKU 2013). Die Bewerber kommen aus einer Vielzahl von Wirtschaftssparten, darunter Gesundheit, Finanzdienstleitungen, Ernährung sowie Automobil- bzw. Maschinenbau.

Der Europäische Umweltpreis für nachhaltig effizientes Wirtschaften wird in fünf Kategorien verliehen: Produkte und Dienstleistungen (50 Bewerber), Prozesse (49), Management (38), Internationale Zusammenarbeit (15) und Biodiversität (33). Die Daimler AG erhält die Auszeichnung gemeinsam mit der Firma Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH für die Entwicklung und die Industrialisierung dieser umweltfreundlichen (Prozess-)Technologie zur weltweiten, effizienten CO2-Reduktion in Verbrennungsmotoren.

Bereits 2013 waren Daimler und Heller mit dem Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU 2013) ausgezeichnet worden - eine Voraussetzung, um jetzt auch am europäischen Wettbewerb teilnehmen zu können. Im vergangenen Monat wurde NANOSLIDE® zudem mit dem amerikanischen „Erfinder-Oscar“ prämiert. Der „R&D 100 Award“ wird jährlich vom amerikanischen Fachblatt „R&D Magazine“ für die 100 wichtigsten High-Tech-Produkte, die weltweit in den Markt eingeführt wurden, verliehen.

Nanoslide® ist ein innovatives und ökonomisches Verfahren zur Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und von CO2-Emissionen bei Verbrennungsmotoren. Die Zylinderinnenflächen in Aluminium-Kurbelgehäusen werden dabei mit einer extrem dünnen und reibungsarmen Beschichtung versehen. Da insbesondere in Teillastbereichen bis zu 25 Prozent der Kraftstoffenergie zur Überwindung der innermotorischen Reibung genutzt werden, sind damit Verbrauchseinsparungen in einer Größenordnung von mehreren Prozent zu erzielen.

2013 führte Mercedes-Benz die patentierte Technologie bei den turboaufgeladenen V6-Otto-Motoren breit in den Markt ein. Eingesetzt wird die Nanoslide® Technologie ebenso bei V6-Diesel-Motoren und in den 4- und 8-Zylinder-Motoren der neuesten Generation von Mercedes-AMG. Weitere Motoren mit NANOSLIDE® werden folgen. Auch im aktuellen Mercedes Formel 1 V6-Turbo-Motor bringt NANOSLIDE® seine Vorteile zur Geltung und leistet damit auch einen Beitrag zum Gewinn von Fahrer- und Konstrukteurs Weltmeisterschaft. Der Einsatz im V6-Turbo-Motor des Weltmeister-Autos, dem Mercedes-Benz PU 106A Hybrid, belegt die Zuverlässigkeit von NANOSLIDE® auch unter anspruchsvollsten Bedingungen.

Den Europäischen Umweltpreis erhielt Mercedes-Benz gemeinsam mit der Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH in Nürtingen, die als Hersteller von Werkzeugmaschinen und kompletten Fertigungsanlagen alle Stufen des Verfahrens für die weltweite Anwendung prozesssicher für die Serienproduktion weiterentwickelt und industrialisiert. Heller integriert das Verfahren inklusive der Prozessschritte zur Vor- und Nachbearbeitung nicht nur in die Prozesskette der Motorenproduktion, sondern stellt auch die entsprechend hohe Prozessqualität und –zuverlässigkeit sicher.