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Für erneuerbare Energien

3600 Kilometer Klimastaffel zur Klimakonferenz

Während die Wirtschaft noch heftig um Emissionsrechte feilscht, wird in vielen deutschen Städten und Gemeinden bereits aktiv an der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen gearbeitet. Um auf die Bedeutung erneuerbarer Energien für den Schutz des Weltklimas aufmerksam zu machen, hat das Klima-Bündnis der europäischen Städte die "Klimastaffel 2004" initiiert. Tausende Aktive werden sich ab Mitte Mai umweltfreundlich durch alle Bundesländer bewegen. Ihr Ziel: die Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien in Bonn.

Deutschland erreicht sein Ziel

EU verfehlt Ziele für erneuerbare Energien

Unter den momentanen Rahmenbedingungen wird die EU den Zeitplan zur Umstellung auf erneuerbare Energien nicht schaffen. Dies berichtet das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI). Geplant war den Anteil erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung bis 2010 auf 22 Prozent zu steigern, der Anteils am Primärenergieverbrauch sollte gar auf 12 Prozent erhöht werden. Deutschland werde allerdings unter den derzeitigen Bedingungen sein Ziel erreichen12,5 Prozent seines Stromverbrauches bis 2010 mit erneuerbaren Energien zu decken.

Online-Datenbank

Stromverbrauch von Haushaltsgeräten jetzt im Internet prüfen

Um dauerhaft Geld zu sparen, sollten Verbraucher beim Neukauf von Haushaltsgeräten auf energieeffiziente Produkte achten. Dafür bietet die Website der Initiative EnergieEffizienz ab sofort einen neuen Service: Eine Datenbank vergleicht das Einsparpotenzial von Haushaltsgeräten verschiedener markengängiger Modelle. Wer beim Kauf neuer Haushaltsgeräte auf energieeffiziente Produkte setzt, kann sich über eine deutlich niedrigere Stromrechnung freuen.

Erneuerbare Energien

Abwasser der Kanalisation als Energiequelle

Nach einer Studie der Bremer Energie-Konsens GmbH ist die Nutzung von Abwasser-Wärme aus der öffentlichen Kanalisation wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll. Die Abwasser-Wärme eigne sich demnach zur Warmwasserbereitung und Beheizung von Gebäuden. Die Energie-Konsens GmbH hatte für die Studie der bisher noch wenig genutzten Energiequelle aus technischer, wirtschaftlicher und ökologischer Sicht das Beispiel der Seestadt Bremerhaven untersucht. Während die Wärmerückgewinnung bei Abwasser im industriellen Bereich bereits zum Einsatz komme, sei das Abwasser der öffentlichen Kanalisation eine bisher ungenutzte Wärmequelle. In der Schweiz gebe es schon seit einigen Jahren Wärmepumpen zur Abwasserwärme-Nutzung, bei der die Wärme zumeist gereinigtem Abwasser entzogen werde.

Konferenz für Erneuerbare Energien

Europa braucht 20 Prozent Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2020

Ein zwei Tonnen schweres Rotorblatt einer Windkraftanlage haben Montag Morgen rund 60 Greenpeace-Aktivisten vor das Berliner Congress Center am Alexanderplatz getragen. Damit demonstrieren die Umweltschützer anlässlich der heute beginnenden "EU-Konferenz zur Zukunft der Energiepolitik in Europa" für verbindliche europaweite Ziele für Erneuerbare Energien. Auf Bannern fordern sie: "Europa braucht ein Ziel für saubere Energien! 20 Prozent bis 2020."

Atomenergie

Lichterdemo in Dillingen gegen das Atommüll-Zwischenlager Schwaben

Die Initiative "FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V." in Augsburg ruft für Freitag, den 9.1. ab 18 Uhr zu einer Demonstration mit Lichtern gegen das geplante Atommülllager in Grundremmingen auf. In dem Aufruf heißt es: "Wie befürchtet, ist das Atommüll-Lager Schwaben in Gundremmingen genehmigt worden. Es soll nach dem Willen von RWE und EON das größte Atommüll-Lager Deutschlands werden. Aber es wäre nur ein weiterer Hochrisiko-Parkplatz, denn ein Endlager mit Langzeitsicherheitsnachweis gibt es für diesen Todesmüll nirgends auf der Welt. Nachdem schon 76.000 Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und 22.000 in Österreich Einwendungen gegen das "Zwischenlager Gundremmingen" erhoben haben, ist der Widerstand weiter gewachsen."

Atomenergie

Morsleben-Projekt arbeitet Geschichte des DDR-Endlagers auf

Die unabhängige Magdeburger Jugend-Umweltschutzorganisation Greenkids Magdeburg e.V. starten 2004 ein Projekt, das die Geschichte des ehemaligen DDR-Atommüll-Endlagers in Morsleben aufarbeiten will. In diesem Zusammenhang wird es verschiedene Veranstaltungen, Publikationen und eine Wanderausstellung geben. Ende der 60er Jahre fiel die Entscheidung für den nahe Helmstedt gelegenen Ort Morsleben als Standort für das Zentrale Endlager der DDR für Atommüll. Mitte der 70er startete dann der offizielle Betrieb und bis zur Vereinigung 1989/90 wurde etwa die Hälfte des heute dort liegenden Mülls eingelagert. Die andere Hälfte wurde von der Bundesregierung endgelagert.

Erneuerbare Energien

Solarstrom über den Köpfen der taz

Die Tageszeitung taz bekommt ab sofort Energie von "ganz oben": Die Sonnen am Weihnachtsbaum auf dem Dach der Redaktion leuchten mit sauberem Solarstrom. Das ist der neu installierten Photovoltaikanlage zu verdanken, welche die NaturEnergie AG und der BUND vor wenigen Tagen angebracht haben. Die Anlage auf dem imageträchtigen Dach in der Kochstraße wird heute eingeweiht.

Atomenergie

Neues AKW für Finnland - Eine "schöne Bescherung" von Siemens

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert die Vertragsunterzeichnung zwischen dem finnischen Atomkraftwerksbetreibers TVO und der Siemens-Beteiligungsgesellschaft Framatome über den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Olkiluoto. Siemens ist gleich doppelt am Bau des Atommeilers vom Typ "Europäischer Druckwasser-Reaktor (EPR)" beteiligt: Zum einen ist Siemens am weltweit führenden Atomkraftwerkshersteller Framatome ANP mit Sitz in Paris mit 34 Prozent beteiligt. Framatome baut den nuklearen Teil des Atomkraftwerks. Zum anderen wird die Siemens AG auch die Turbine und den Generators des Reaktors liefern.

Atomenergie

Deutschlands größtes Atommüll-Lager in Schwaben genehmigt

Heute wurden drei weitere - verharmlosend Zwischenlager genannte - Atommüll-Parkplätze genehmigt. In Schwaben das größte Deutschlands, teilt das FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. mit. RWE und EON hätten sich als Eigentümer des AKW Gundremmingen mit der Genehmigungsbehörde Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) darauf geeinigt, in Gundremmingen vorläufig "nur" 1850 Tonnen abgebrannte Brennelemente zuzulassen. Denn sonst wäre in den ersten Jahren das Grundwasser zu stark aufgewärmt worden. Alle Argumente, wie gefährlich auch neue Atommüll-Lager sind, würden erst mal nicht berücksichtigt.

Atomenergie

Atomkraftgegner blockieren Atomlager Ahaus

Seit den frühen Morgenstunden des Mittwochs blockieren Atomkraftgegner das Haupttor des atomaren "Zwischen"-Lagers in Ahaus. Mit dieser Aktion protestieren sie gegen die Pläne der Bundesregierung, im 2. Halbjahr 2004 erneut hochradioaktiven Atommüll in der Leichtbauhalle in Ahaus einzulagern. Der Atommüll soll in 18 CASTOR-Behältern aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Rossendorf bei Dresden durch bis zu sechs Bundesländer transportiert werden. Das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und das Münsteraner Bündnis "Stoppt Atomtransporte!!" solidarisiert sich mit der Aktion und unterstützt die Proteste gegen das Atomlager.

Kein neues Atomkraftwerk in Europa!

Europäische Demonstration für erneuerbare Energien und Energiesparen in Paris

Die französische Regierung will Anfang 2004 den Neubau eines Atomkraftwerks, des deutsch-französischen "EPR´s", beschließen. Diese Entscheidung ist nicht legitim, weil die "Nationale Debatte über Energiepolitik" welche im Frühjahr 2003 in Frankreich stattfand, auf undemokratischem Weg ohne Bürgerbeteiligung organisiert wurde. Deshalb rufen die unterzeichnenden Organisationen, Verbände, Gewerkschaften und politische Organisationen - rufen zu einer europäischen Demonstration am 17.1.2004 in Paris auf.

Erneuerbare Energien

Neues Solarstromgesetz beschlossen

Das neue "Solarstromgesetz" wurde gestern am gestrigen Donnerstag in dritter Lesung im Bundestag gegen die Stimmen der FDP angenommen. Die Annahme im Bundesrat gilt als sicher. Das berichtet der Solarenergie-Förderverein (sfv). Das Gesetz werde damit zum 1.1.2004 in Kraft treten. Die neuen Vergütungssätze gelten nur für Anlagen, die nach dem 31.12.2003 erstmals in Betrieb genommen werden. Ein Antrag von SPD und Grünen, auch solche Anlagen mit in die höherere Vergütung aufzunehmen, die vor dem 1.1.04 in Betrieb genommen wurden, die aber keinen 100.000 Dächerkredit mehr erhalten haben, sei von der CDU/CSU nicht akzeptiert worden. Aus CDU/CSU-Kreisen hieß es dazu, dieser Antrag, der erst während der Umweltausschussitzung eingebracht worden sei, hätte schon deswegen keine Erfolgsaussichten gehabt, weil seine Annahme oder Ablehnung nicht mehr mit der Fraktion hätte abgestimmt werden können.

Energiesparen

Energiemanagement hilft Kommunen beim Sparen und Klima schützen

Mit 250 Energiebeauftragten aus der gesamten Bundesrepublik, die am 24. und 25. November in der Klima-Bündnis-Stadt Bad Homburg tagen, ist der 9. Deutsche Fachkongress der kommunalen Energiebeauftragten ausgebucht. Im Mittelpunkt des Kongresses, der unter dem Motto "Energiemanagement hilft sparen" steht, sind der gegenseitige Erfahrungs- und Informationsaustausch anhand von erfolgreichen städtischen Klimaschutzprojekten sowie neue technische Entwicklungen bei den erneuerbaren Energien.

Energie

Ölrausch im Naturparadies - norwegische Fördertürme vor den Lofoten wären fatal

Die norwegische Regierung will nach Informationen des WWF vor der Küste der Lofoten nach Öl bohren lassen. Sie ignoriere damit die Warnungen des Norwegischen Meeresforschungsinstituts (Havforskningsinstiuttett) und der Staatlichen Umweltagentur (Statens Forurensnings Tilsyn), die die Regierung beraten. Für den WWF zeichnet sich damit eine "fatale Fehlentscheidung" ab, weil eine "Schatzkammer der Artenvielfalt" wirtschaftlichen Interessen geopfert werde.

Stade ist vom Netz

Eins abgeschaltet, andere Atomkraftwerke laufen länger

Seit Freitag ist in Deutschland ein Atomkraftwerk weniger in Betrieb. Um 8:30 Uhr ging der Meiler in Stade nach über drei Jahrzehnten vom Netz. Während führende Grünen-Politiker in Berlin feierten, sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in der Abschaltung des AKW Stade keinen Grund zum Feiern. Das Ende des Atomkraftwerks Stade sei nicht der Anfang eines echten Atomausstiegs. Die mit dem sogenannten Atomkonsens für Stade vereinbarte noch vorhandene restliche Strommenge in Höhe von rund 5000 Gigawattstunden werde lediglich auf andere Atomkraftwerke übertragen. Das verlängere die Laufzeit dieser anderen risikoreichen Atomanlagen. Die Abschaltung des letzten deutschen AKWs sei erst frühestens 2021 vorgesehen. Der Stade-Betreiber E.On betonte, das Aus für Stade sei allein wirtschaftlichen Gesichtspunkten geschuldet. Atomkraftgegner kritisierten, der Zeitpunkt der Abschaltung solle davon ablenken, dass gerade in dieser Woche ein Castor-Transport mit Atommüll nach Gorleben gebracht worden sei, während die Frage der sicheren Lagerung des über Millionen Jahre strahlenden Abfalls noch völlig ungeklärt ist und ständig neuer Atommüll produziert wird.

10 Jahre Deutscher Solarpreis

Deutsche Sektion von EUROSOLAR hat die Deutschen Solarpreise 2003 verliehen

Die von der Deutschen Sektion von EUROSOLAR alljährlich verliehenen Deutschen Solarpreise sind am Sonnabend im KunstMuseum Bonn in neun verschiedenen Kategorien verliehen worden. Den Städtepreis erhielt die Gemeinde Körle im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis für ihre Energieprojekte zur Förderung Erneuerbarer Energien, die von der Agenda-21-Gruppe der Gemeinde sowie der Gemeindeverwaltung und dem Bürgermeister vorangetrieben wurden.

Energie

Neuer Atomreaktor EPR auch nach Fessenheim?

Eine alte Befürchtung deutscher und französischer Umweltgruppen und des BUND rückt langsam in bedrohliche Nähe. Wie AP jetzt berichtet, sagte die französische Industrieministerin Nicole Fontaine am Freitag in Paris, der nationale Energiekonzern EDF habe sich für den Bau eines EPR-Prototypen ausgesprochen. "Wenn die Regierung sich Anfang nächsten Jahres für die Neuentwicklung des deutsch-französischen Gemeinschaftsunternehmens Framatome entscheidet, könnte der Europäische Druckwasserreaktor (EPR -European Pressurized Water Reactor) 2010 in Betrieb genommen werden."

Atomenergie

AKW Stade hinterlässt gefährliches Erbe von 550 Tonnen radioaktivem Müll

Greenpeace begrüßt die angekündigte Abschaltung des Atomkraftwerks Stade. "Jedes AKW, das vom Netz geht, reduziert die Gefahr eines schweren Atomunfalls", sagt Greenpeace-Atomexpertin Susanne Ochse. "Aber das Problem ist mit der Abschaltung von Stade nicht beendet. Der Meiler hinterlässt ein gefährliches Erbe - 550 Tonnen hoch radioaktiver Abfälle, die noch Hunderttausende von Jahren strahlen. Für sie gibt es weltweit bislang keine sichere Möglichkeit der Entsorgung."

Klimaschutz

Aktionstag für Erneuerbare Energien

Eine breite Allianz deutscher Umwelt- und Naturschutzorganisationen fordert die Bundesregierung anlässlich eines am Mittwoch in Berlin stattfindenden Aktionstages auf, Erneuerbare Energien weiter massiv auszubauen. Die Umweltschützer halten die Erneuerbaren Energien für dringend notwendig, um die Ziele des Klimaschutzes zu erreichen. Das entscheidende Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) müsse beibehalten und ausgeweitet werden. Die Organisationen erwarten daher von der Regierung, dass sie den umweltfreundlichen Energieträgern nicht die Einspeisevergütung kürze. Zudem dürfe es bei den Abgaben der Industrie für den Ökostrom keine weiteren Ausnahmen geben.