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Elektromobilität soll Autoindustrie retten

Auto, Outo, Out

Eins ist deutlich geworden in der Debatte um das Elektroauto: Auch wenn das Geld noch so knapp ist, für die Autoindustrie stehen immer noch Milliarden zur Verfügung. Vielleicht möchte die FDP ja das Elterngeld streichen, um diese Milliarden finanzieren zu können. Als wenn es der Autoindustrie schlecht gehen würde, in Wirklichkeit sprudeln die Gewinne. Audi hatte im ersten Quartal 2011 über eine Milliarde Euro Gewinn gemacht, Porsche meldet auch einen satten Gewinn, Mercedes sowieso und Volkswagen meldete für 2010 einen Rekordgewinn von 7,2 Milliarden Euro. Allein schon deshalb eigentlich kein Grund für neue Subventionen.

Bundesregierung will Dieselrußfilter von Autos steuerlich fördern

"Versteckte Steuererhöhung"

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch Abend die steuerliche Förderung der Nachrüstung von Diesel-Pkw mit Rußpartikelfiltern beschlossen. Nach Angaben der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug, sollen die Förderung rückwirkend ab dem 1. Januar 2006 gelten. Sie appellierte an alle Beteiligten, das Gesetzgebungsverfahren nun zügig abzuschließen. Die Verminderung der Emission von Dieselrußpartikeln sei ein wichtiger Beitrag zur Verringerung der Gesundheitsbelastung durch Feinstaub in der Atemluft, besonders in den Innenstädten. Der ADAC kritisierte den Zuschlag als versteckte Steuererhöhung.

Kabinett beschließt Förderung von Dieselrußfiltern

Feinstaub

Das Bundeskabinett hat das Gesetz zur Förderung von Dieselrußfiltern auf den Weg gebracht. Über die Kfz-Steuer sollen damit Anreize für solche Diesel-Pkw geschaffen werden, die "deutlich weniger" Rußpartikel ausstoßen und so zur Verminderung der Feinstaubbelastung insbesondere in Ballungsgebieten beitragen, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, Barbara Hendricks (SPD), am Mittwoch im Bundestag. Umweltschützer kritisierten den Beschluss als unzureichend.

Umwelthilfe kritisiert Verflechtung zwischen Autoindustrie und Politik

Wirtschaft

Zum Jahreswechsel wurde bekannt, dass angeblich bis zu 100 Politiker auf der Gehaltsliste eines namhaften Automobilherstellers stehen bzw. einen "Telearbeitsplatz" im Bereich "Regierungsbeziehungen" dieses Konzerns besetzen. Die innige Verflechtung zwischen deutschen Automobilherstellern, einigen Landesregierungen, der Bundesregierung sowie den Parlamenten bremst und verwässert seit Jahren wichtige umwelt- und gesundheitspolitische Entscheidungen, schätzt die Deutsche Umwelthilfe DUH ein. Die aus Sicht der Unternehmen aktuell erfolgreiche Lobbyarbeit behindere nicht nur Fortschritte beim Umwelt- und Gesundheitsschutz. Sie schlage mittelfristig auf die Autohersteller selbst zurück, weil die vormalige Qualitätsmarke "Made in Germany" im globalisierten Wettbewerb zurückfällt.

Bund, Länder und Autoindustrie zeigen zu wenig Engagement für Dieselrußfilter

Aktuelle Liste "Diesel mit Filter"

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat am Freitag eine aktualisierte Liste aller Diesel-Pkw mit Rußfilter veröffentlicht. Danach sind bis Ende dieses Jahres fast 40 Modelle mit unterschiedlicher Ausstattung und Motorisierung rußfrei erhältlich. Führend im Angebot ist weiterhin der französische Anbieter Peugeot, der den Filter gegen krankmachenden Dieselruß serienmäßig in 49 Modell-Varianten aller Klassen anbietet. Verlierer auf dem Markt für saubere Diesel sind aus Sicht des VCD dagegen BMW, Ford und Volkswagen. Sie hinken mit ihrem Angebot deutlich hinter ihren Konkurrenten her.

Autoindustrie verschläft Herausforderungen beim Umweltschutz

Wirtschaft

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wirft der deutschen Autoindustrie Fehlentscheidungen und Ignoranz vor. Wesentliche Weichenstellungen für eine ökologische und kundenorientierte Produktentwicklung seien vernachlässigt, der Anschluss an international vorbildliche Umweltstandards verschlafen worden. Mit ihrer primären Ausrichtung auf immer schnellere, schwerere und stärker motorisierte Wagen liefen die Hersteller in eine Kostenfalle, die sie selbst zu verantworten hätten. Große deutsche Autokonzerne würden enorme Finanzmittel in Luxuswagen-Abenteuer verschleudern, während die Kunden umweltfreundlichere Autos zunehmend im Ausland orderten.

Offenbar Durchbruch beim Dieselrußfilter

Autoindustrie stimmt zu

Nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) seinen Widerstand gegen strengere Partikelgrenzwerte bei Dieselfahrzeugen aufgegeben. Dies wurde am Freitag am Rande der Automobilausstellung IAA in Frankfurt bekannt. Bundeskanzler Gerhard Schröder habe zuletzt persönlich im Streit um schärfere Partikelgrenzwerte für Dieselfahrzeugen vermittelt. Damit wird der Weg frei für die steuerliche Förderung von Rußfiltern bei Neufahrzeugen wie auch in der Nachrüstung von Altfahrzeugen, wie dies von den im Aktionsbündnis "Kein Diesel ohne Filter" vertretenen Umwelt- und Verbraucherverbänden, Kinderschutzbund, Weltgesundheitsorganisation und ADAC bereits seit längerem gefordert wird.

Autoindustrie feiert PS statt Filter

Rußfilter nur gegen Aufpreis

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisiert die deutsche Autoindustrie für fehlende Spitzenleistungen im Bereich Umwelttechnik und bescheinigt den Herstellern mangelnde Innovationskraft. Wenn die 60. Internationale Automobilausstellung (IAA) morgen ihre Tore für das Publikum öffne, biete sich dem zukunftsorientierten und umweltbewussten Besucher ein trauriges Bild. Besonders die deutschen Hersteller setzten immer noch auf viel "Chrom, Glanz und Glitter" statt auf intelligente Lösungen bei Spritsparen, Lärm- und Schadstoffreduktion. Das bestätige die aktuelle Ausgabe der VCD Auto-Umweltliste, in der der umweltorientierte Verkehrsclub jedes Jahr die angebotenen Automodelle nach ihrer Umweltverträglichkeit bewertet.

"Dieselruß-Straße" für Rußfilter und Verkehrseinschränkungen

Protest in Berlin

Aktive des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben am Dienstag die Leipziger Straße in Berlin in "Dieselruß-Straße" umbenannt. Der BUND demonstrierte damit gegen die zu hohe Belastung der Atemluft mit Ruß-Partikeln. An den Berliner Senat richtete der Verband die Forderung, die Verkehrsmenge in der "zweitgiftigsten Straße Berlins" so weit zu reduzieren, dass Anwohner und Passanten nicht mehr gefährdet würden. An die Automobilindustrie ging der dringende Appell, "endlich sämtliche Diesel-Fahrzeuge mit Rußfiltern auszustatten".

Deutsche Autohersteller auf der IAA versprechen Filter, andere liefern sie schon

Dieselruß

Greenpeace weist die Vorwürfe zurück, die der Verband Deutscher Automobilhersteller (VDA) am Donnerstag im Konflikt um Dieselrußfilter für deutsche PKW verbreitet hat. Der VDA vermittele den Eindruck, dass die deutschen Autohersteller "konsequent und zügig" gegen die gefährlichen Partikel in den Dieselabgasen vorgehen. DaimlerChrysler, BMW und Opel hätten zwar für einige Modelle Rußfilter angekündigt - allerdings nicht aus Gründen des Gesundheitsschutzes, sondern gezwungenermaßen: Wegen einer Vorgabe der EU (Euro 4) sind Filter bei großen Modellen unausweichlich, da diese die Abgas-Norm ab dem Jahr 2005 sonst nicht erreichen würden. Die kleineren und zahlreicheren Dieselfahrzeuge wollten die Hersteller aber nicht serienmäßig mit Filtern ausstatten.

Proteste gegen starre Haltung der Autoindustrie

Kein Filter gegen Ruß

Aus Protest gegen Bundeskanzler Gerhard Schröders Verharmlosung der Gefahren durch Dieselruß und die starre Haltung der Autoindustrie haben Greenpeace-Aktivisten am heutigen Donnerstag vor der SPD-Zentrale protestiert. Die deutsche Autoindustrie weigert sich bislang strikt, serienmäßig Rußfilter in ihre Fahrzeuge einzubauen. Gestern wandte sich der Kanzler gegen Belastungen für die Industrie und forderte, jetzt "beim Verbraucher Ruhe und Vertrauen zu schaffen". Derweil beziffert eine neue von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie des Umweltprognose-Instituts in Heidelberg erstmals einen Teil des volkswirtschaftlichen Schadens von Dieselruß: Auf 2,5 Milliarden Euro beliefen sich jährlich die Kosten allein für Erkrankungen durch Dieselkrebs.

Strafanzeige gegen Autokonzerne gefordert

Keine Filter gegen Dieselruß

Mit einer rosa Fahrzeugkolonne protestiert die Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen geht ab heute auf Tour die Weigerung der deutschen Autoindustrie, serienmäßig Filter gegen Dieselruß in ihre Fahrzeuge einzubauen. Greenpeace präsentiert zudem einen Mercedes, den die Umweltschützer 2002 mit einem Rußfilter nachrüsten ließen. Dieser könne problemlos in alle Dieselfahrzeuge eingebaut werden. Die Umweltschützer fordern dazu auf, Strafanzeige wegen des Verdachts Gesundheitsgefährdung gegen DaimlerChrysler und VW zu stellen. DaimlerChrysler müsse alle Diesel-Neuwagen mit Filtern ausstatten und ältere Fahrzeuge nachrüsten. Alle Autohersteller hätten die Technik längst in der Schublade, so die Kritik.

Dieselrußfilter für alle Neufahrzeuge gefordert

Schaden für Umwelt und Käufer

Zum Tag der Umwelt haben der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf die gravierenden Gefahren für Gesundheit und Umwelt durch hohe Rußemissionen von Diesel-Fahrzeugen aufmerksam gemacht. Sie forderten die deutsche Autoindustrie auf, alle neuen Dieselfahrzeuge mit einem Rußfilter auszustatten. ?Mit ihrer Blockadehaltung manövriert sich die angeblich so fortschrittliche deutsche Autoindustrie zunehmend ins Abseits?, so vzbv-Vorstand Edda Müller. Es sei davon auszugehen, dass - ähnlich wie bei der Einführung des Katalysators - der Gebrauchtwagenpreis für Dieselfahrzeuge ohne Rußfilter drastisch einbrechen werde. Daher würden die Unternehmen mit ihrer kurzsichtigen Politik nicht nur der Umwelt und der Gesundheit der Verbraucher, sondern auch ihren Mitarbeitern und Aktionären schaden. Durch den Einbau von Rußfiltern können die Partikelemissionen fast vollständig reduziert werden.

Lieferbare und geplante PKW mit Dieselruß-Filter

Februar 2003

Wir dokumentieren nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe die derzeit oder demnächst lieferbaren Diesel-PKW, die bereits über Rußfilter verfügen und damit der Luft und den Menschen krebserregende Partikel ersparen.

Autoindustrie lehnt Filter gegen Dieselruß ab

Verkehr

Drei Jahre nachdem der französische Automobilhersteller PSA (Peugeot/Citroen) den ersten rußgefilterten Pkw eingeführt hat, kündigt Ford als erstes deutsches Unternehmen für das zweite Halbjahr 2003 Dieselfahrzeuge mit Rußfilter an. Das berichtet der Verkehrsclub Deutschland (VCD). Die übrige deutsche Automobilindustrie lehne es hingegen weiterhin ab, dieselrußgefilterte Fahrzeuge anzubieten. Das sei das Ergebnis einer Umfrage der Initiative ?Kein Diesel ohne Filter? unter den deutschen Automobilherstellern. Eine ?Grüne Karte? erhielten hingegen die französischen Unternehmen Peugeot und Citroen, die nach eigenen Angaben in den vergangenen drei Jahren bereits 400.000 Dieselfahrzeuge mit Rußfilter verkauft hätten.

Greenpeace-Nikolaus fordert endlich Filter für DaimlerChrysler Dieselautos

Dieselruß

DaimlerChrysler bekam heute Besuch vom Nikolaus. Dieser fuhr im rosaroten "Dieselschwein" bei der Konzernzentrale in Stuttgart-Möhringen vor. Um den Autohersteller für seine fehlende Filtertechnik in Diesel-Pkw zu rügen, überreichte der Nikolaus die "verrußte Rute". Greenpeace-Aktivisten dekorierten den Haupteingang zudem mit 20 Säcken Dieselruß und zwei Tannenbäumen.

DaimlerChrysler lehnt Filter gegen Dieselruß ab

Greenpeace-Trauerzug bei Autohersteller

Mit einem Trauerzug aus zehn Bestattungswagen, neunköpfiger Kapelle und Trauergemeinde begleitet Greenpeace Mittwoch Vormittag die Hundertjahrfeier des DaimlerChrysler-Werks in Berlin-Marienfelde. Mit der Zeremonie unter dem Motto "Diesel macht Krebs - Mercedes macht mit", erinnert Greenpeace daran, dass die Feierlichkeiten von dem alljährlichen Krebstod mehrerer tausend Menschen in Deutschland überschattet sind. Diese sterben an den Folgen der unfreiwilligen Inhalation von Russpartikeln aus Dieselautos. Bis heute weigert sich jedoch DaimlerChrysler wie alle deutschen Autohersteller, Dieselfahrzeuge mit Russfiltern aus- bzw. nachzurüsten.

Autoindustrie stellt sich quer

Greenpeace führt Filter gegen Dieselruß vor

Krebs auslösender Dieselruß kann offenbar problemlos aus den Abgasen deutscher PKW gefiltert werden. Das führte Greenpeace am Donnerstag an einem gebrauchten Mercedes C 220 Diesel vor. In Stuttgart präsentierte die Umweltschutzorganisation die Wirkung einer nachträglich eingebauten Anlage, die nur noch ein Zehntausendstel der Partikel aus dem Auspuff lässt: Auf dem Filterpapier waren nur wenige Spuren zu sehen, das konventionelle Vergleichsfahrzeug hinterließ dagegen einen schwarzen Fleck. Mit dieser Demonstration wollte Greenpeace die Behauptung der deutschen Autohersteller widerlegen, eine Nachrüstung bereits ausgelieferter PKW sei nicht machbar. Die Industrie weigert sich noch, die verfügbare Technik in ihre neuen PKW einzubauen.