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Nach Schnellabschaltung

Atomkraftwerk Philippsburg-1 bleibt auf unbestimmte Zeit abgeschaltet

Nach der Schnellabschaltung des Reaktors im Block 1 des Atomkraftwerks Philippsburg bleibt die Anlage auf unbestimmte Zeit vom Netz. Der Reaktor werde erst wieder hochgefahren, wenn der Vorfall analysiert und mögliche Fehler behoben seien, sagte eine Sprecherin des Betreiberunternehmens Energie Baden-Württemberg (EnBW) am Freitag (5. Dezember) in Karlsruhe. Wie lange dies dauere, sei momentan nicht absehbar. "Es wird gründlich analysiert", betonte die Sprecherin.

Fehlübertragung eines Messsignals

Schnellabschaltung im Atomkraftwerk Philippsburg

Im Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg ist es am Mittwochnachmittag (3. Dezember) zu einer Schnellabschaltung der Turbine und zu einem automatischen Herunterfahren des Reaktors gekommen. Wie das Betreiberunternehmen Energie Baden-Württemberg (EnBW) am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte, ist nach bisherigem Stand ein Fehler bei der Übertragung eines Messsignals Ursache für die Schnellabschaltung. Das Messsignal gebe die Position der Turbinenwelle an. Die Analyse des Vorgangs dauere an.

Weiterbetrieb bei Zweifeln an der Störfallsicherheit

Sicherheits-Auflage für Atomkraftwerk Philippsburg untersagt

Atomkraftwerks-Betreiber können bei kleineren Sicherheitsbedenken ohne konkrete Gefahrenlage nicht gezwungen werden, ihre Anlagen unverzüglich vom Netz zu nehmen. Im Fall des badischen Kernkraftwerks Philippsburg erklärte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Mittwoch (2. Juli) eine entsprechende Auflage der Atomaufsicht in weiten Teilen für rechtswidrig. Der Energiekonzern EnBW und das baden-württembergische Umweltministerium begrüßten die Entscheidung, während Umweltorganisationen Kritik äußerten.

Stickstoff

Vorkommnis im Atomkraftwerk Philippsburg

Im Atomkraftwerk Philippsburg hat es erneut eine Sicherheitspanne gegeben. Im Block 1 des Atomkraftwerks sei bereits am Dienstagmorgen aus dem Sicherheitsbehälter Stickstoffgas über die Personenschleuse aus fehlerhaft verschlossenen Ventilen entwichen, teilte das baden-württembergischen Umweltministerium als Aufsichtsbehörde am 9. Mai in Stuttgart mit. Das Entweichen des Gases sei durch einen Druckabfall im Sicherheitsbehälter festgestellt worden. Das entwichene Stickstoffgas sei "frei von Radioaktivität" gewesen und in einen von einer Stahlhülle ummantelten Zwischenraum gelangt.

Inspektionen auf Wunsch der Betreiber

Atomenergiebehörde lobt Atomkraftwerk Philippsburg

Mehr als fünf Jahre nach der Pannenserie im Atomkraftwerk Philippsburg hat die Internationale Atomenergieorganisation (IAEA) der Anlage zum wiederholten Mal ein gutes Zeugnis ausgestellt. Das baden-württembergische Kernkraftwerk sei sicherheitstechnisch im internationalen Vergleich "eine sehr gute Anlage", sagte der zuständige IAEA-Verantwortliche Miroslav Lipar am Mittwoch in Philippsburg. Das Atomkraftwerk habe sich in den vergangenen zwei Jahren noch einmal "positiv weiterentwickelt". Die Internationale Atomenergieorganisation setzt sich traditionell gemäß ihrer Satzung für die Förderung der so genannten zivilen Nutzung der Atomenergie ein. Die Inspektionen deutscher Atomkraftwerke erfolgen auf Wunsch der Betreiber der Atomkraftwerke.

Vorläufiger Erfolg für EnBW

VGH Baden-Württemberg untersagt Auflage für Atomkraftwerk Philippsburg

Eine vom Bundesumweltministerium veranlasste Sicherheitsauflage für das baden-württembergische Kernkraftwerk Philippsburg ist einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) zufolge rechtswidrig, da sie zu unbestimmt sei. Nach dem am Montag in Mannheim veröffentlichten Urteil hatte damit eine Klage des Energiekonzerns EnBW vorläufig Erfolg. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Wegen grundsätzlicher Bedeutung wurde Revision zum Bundesverwaltungsgericht zugelassen.

Ursache unbekannt

Zwischenfall im Atomkraftwerk Philippsburg

Im baden-württembergischen Atomkraftwerk Philippsburg hat es über Ostern einen Zwischenfall gegeben. Wie die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) am Dienstag in Karlsruhe mitteilte, kam es am Montag beim Herunterfahren von Block 1 im Rahmen der jährlichen Revision zu einer "vorzeitigen Reaktorschnellabschaltung". Der Vorgang sei meldepflichtig. Die Ursache werde derzeit geprüft.

Polizei ermittelt

Schlüssel im Atomkraftwerk Philippsburg verschwunden

Im EnBW-Atomkraftwerk Philippsburg in Baden-Württemberg sind offenbar mehrere Schlüssel verschwunden, die Zugang zu Sicherheitsbereichen ermöglichen. Das baden-württembergische Landeskriminalamt (LKA) und das Landesumweltministerium in Stuttgart bestätigten am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Stuttgarter Zeitung". Ein LKA-Sprecher sagte, es werde gegen Unbekannt wegen des Verdachts des Diebstahls oder der Unterschlagung ermittelt.

Störfallbeherrschung

Gericht stoppt Sicherheits-Auflage für Atomkraftwerk Philippsburg

Das Atomkraftwerk Philippsburg muss vorerst auch dann seinen Betrieb nicht einstellen, wenn der Betreiber Energie Baden-Württemberg (EnBW) den "Nachweis der Störfallbeherrschung" als gescheitert ansieht. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hob mit einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss die Vollziehbarkeit einer nachträglichen Auflage auf, in der EnBW zu Maßnahmen verpflichtet worden war, wenn dem Unternehmen Zweifel an der "Störfallbeherrschung" des Atomkraftwerks kommen würden. Der damalige Umweltminister Jürgen Trittin hatte das baden-württembergische Wirtschaftsministerium als zuständige Aufsichtsbehörde im Frühjahr per Weisung gezwungen, die vom Wirtschaftsministerium abgelehnte Auflage zu erteilen. Das Gericht entschied jetzt, die nachträgliche Auflage sei voraussichtlich rechtswidrig. Die Auflagen seien nicht genau genug und könnten zudem den Schutz des Atomkraftwerksbetreibers durch die Regelungen des Atomgesetzes umgehen. Eine Einstellung des Betriebs eines Atomkraftwerks sei nur mit einer Einzelentscheidung möglich. Dazu müsse die Aufsichtsbehörde den Sachverhalt im einzelnen aufklären und einen Verstoß gegen die Genehmigung feststellen und nachweisen. Das Bundesumweltministerium bedauerte die Entscheidung. Sie verschlechtere "die Voraussetzungen zur Aufrechterhaltung der nuklearen Sicherheit in Deutschland".

Philippsburg

Trotz monatelanger Mängel bei Kernkraftsicherheit darf AKW weiterlaufen

Das Bundesumweltministerium hat erneut Mängel im Sicherheitsmanagement des Atomkraftwerks Philippsburg 2 festgestellt. Der Betrieb der Anlage wurde seit Juni 2004 unverändert fortgesetzt, obwohl seit diesem Zeitpunkt nicht mehr davon ausgegangen werden konnte, dass die Beherrschung eines Störfalls mit plötzlichem Kühlmittelverlust nachgewiesen war. Erst nachdem die Staatsanwaltschaft unter Fristsetzung mit einer Zeugenvernehmung gedroht hatte, traf EnBW als Betreiberin des AKW am 12. Januar 2005 erforderliche Maßnahmen und setzte die Aufsichtsbehörde davon in Kenntnis.

Atomkraftwerk Philippsburg

Entlassener Reaktorchef ist Experte in Internationale Atomenergiebehörde

Wie die "Stuttgarter Zeitung" berichtet, war der für die im Jahr 2001 entdeckten, brisanten Sicherheitsmängel im Atomkraftwerk Philippsburg verantwortliche ehemalige Reaktorchef Mitglied der Expertenkommission der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), die dem Kraftwerk vor wenigen Tagen einen Persilschein ausgestellt hat. Gerd Bassing war der einzige Deutsche in der Expertenkommission, die nach dem Vorkommnis das Atomkraftwerk im Auftrag der Betreibergesellschaft beurteilte. 2001 war in den so genannten Flutbehältern zu wenig boriertes Kühlwasser, um im Notfall den Reaktorkern kühlen zu können. Nach Auffassung von Bundesumweltminister Jürger Trittin (Grüne) war das Risiko "bewusst" vom Betreiber eingegangen worden. Daraufhin sollte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) den Zustand der Anlage prüfen. Die Atomenergiebehörde gab zusammen mit dem Betreiber Energie Baden-Württemberg (EnBW) bekannt, dass die Anlage in einem "guten" Sicherheitszustand sei.

Philippsburg

Internationale Atomenergiebehörde wird Propagandamittel der Atomindustrie

Zum Urteil der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), das Atomkraftwerk Philippsburg sei im internationalen Vergleich sicher, entgegnete der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) Südlicher Oberrhein, die IAEO sei eine Lobbyorganisation der Atomindustrie. Daher kämpfe sie zur Zeit gegen den deutschen Atomausstieg. Überall riefen AKW-Betreiber und Atomlobby nach den "Kontrollen" der scheinbar neutralen Behörde.

Falsche Berechnungen

Zweifel an Sicherheitsmanagement im Atomkraftwerk Philippsburg

Wegen neuer Ungereimtheiten beim Betrieb ihres Atomkraftwerks Philippsburg gerät die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) abermals in die Kritik. Das Bundesumweltministerium äußerte am Dienstag in Berlin Zweifel am Sicherheitsmanagement der Betreiber. Der Block 2 des Kernkraftwerks sei trotz unzureichender Störfallbeherrschung wochenlang in Betrieb gewesen.

Atomkraftwerk Philippsburg 1

Radioaktive Brühe im Regenwasserkanal

Die EnBW berichtet über einen Störfall im Kraftwerk 1 von Philippsburg. Bei Reinigungsarbeiten in einem Filterkonzentratbehälter kam es wahrscheinlich durch eine Undichtheit eines Überströmventils unbemerkt zur Rückströmung von kontaminiertem Reinigungswasser in einen außerhalb des Kontrollbereichs stehenden mobilen nicht kontaminierten Behälter. Weil dieser Vorgang nicht erkannt wurde, wurde der Behälterinhalt von ca. 1 m3 mit einem Aktivitätsinhalt von 3,2 E 6 Bq fälschlicherweise in das Regenwassernetz des Kraftwerks entleert. Der Vorgang wurde bemerkt bei einer routinemäßigen Kontrolle der mobilen Einrichtung nach Arbeitsende.

Gutachter rügen Mängel bei der Atomaufsicht

Baden-Würtembergisches Umweltministerium für Philippsburg-Pannen kritisiert

Das Gutachten über die Atomaufsicht fällt wesentlich kritischer aus als von Umweltminister Ulrich Müller (CDU) bisher dargestellt, schreibt die Stuttgarter Zeitung am Sonnabend. Nicht nur punktuell, sondern in zentralen Fragen beanstanden die Prüfer Mängel in Müllers Ressort, schreibt das Blatt. Dagegen hatte der Umweltminister hoch zufrieden die Ergebnisse der Unternehmensberatung Kienbaum kommentiert, die nach der Pannenserie im Kernkraftwerk Philippsburg eingeschaltet worden war. Insgesamt stelle sie der baden-württembergischen Atomaufsicht "ein gutes Zeugnis" aus. Punktuell empfehle das Gutachten zwar Verbesserungen, aber "in weiten Teilen" fühle man sich bestätigt.

Panne im Kernkraftwerk Philippsburg

Kurzschlussauslöser vom 21. Mai gefunden

Die EnBW Kraftwerke AG veröffentlichte am Freitag neue Ergebnisse zu einem Störfall vom 21. Mai 2002. Dabei war in Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg bei einer Prüfung der Umschaltautomatiken im Notstromsystem festgestellt worden, dass eine von sechs Notstromschienen spannungslos wurde.

Castorwarnung

Atommülltransport aus Philippsburg erwartet

Aus dem Atomkraftwerk Philippsburg in Baden-Württemberg soll wieder ein Atommülltransport rollen. Nach Angaben von Atomkraftgegnern werden mehrere Castor-Behälter über das pfälzische Wörth in die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague gebracht.

Atomkraft

Stuttgarter Landtag setzt Untersuchungsausschuss zu Philippsburg ein

Die Pannenserie im Kernkraftwerk Philippsburg wird in einem Untersuchungsausschuss im baden-württembergischen Landtag aufgerollt. Dies setzte die SPD-Fraktion bei einer Parlamentsabstimmung in Stuttgart durch. Die Fraktionen von CDU, FDP und Grünen enthielten sich der Stimme.

Atomenergie

Block II des Atomkraftwerks Philippsburg wieder angelaufen

Nach der Zwangsstilllegung Anfang Oktober ist im Block II des Atomkraftwerkes Philippsburg die Produktion wieder angelaufen. Die EnBW hatte die Anlage am 8. Oktober nach einer Panne im Notkühlsystem auf Druck von Bundesumweltminister Jürgen Trittin abgeschaltet.

Philippsburg 1

Wieder Panne in deutschem Kernkraftwerk

Am Montag, 19. November 2001 wurde bei einer routinemäßigen Reparaturmaßnahme im AKW Philippsburg 1 im Reaktorwasser-reinigungssystem festgestellt, dass ein Rückschlagventil in diesem System undicht ist. Die schriftliche Meldung der Betreiberin EnBW an die Aufsichtsbehörde erfolgte am Mittwoch, 21. November 2001. Die EnBW stuft das Ereignis in die unterste Kategorie N, das heißt von geringer Bedeutung ein. Die Bewertung ist vorläufig.