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Mehr als 100 Verletzte nach Explosion in Chemiewerk

BASF

Nach einem Brand im Ludwigshafener Chemieunternehmen BASF mußten mehr als 100 Menschen von Ärzten ambulant behandelt werden. Darunter befanden sich nach Angaben der Stadtverwaltung auch elf Kinder einer nahegelegenen Kindertagesstätte. Die Betroffenen - darunter rund 60 BASF-Mitarbeiter - klagten über Reizungen der Haut, Augen und Atemwege. Ein Pulver, das für die Herstellung von Textilhilfsmitteln verwendet wird, war den Unternehmensangaben zufolge aus bislang ungeklärten Gründen in einer Trocknungsanlage explodiert. Eine Brandgaswolke zog in südlicher Richtung über drei Ludwigshafener Stadtteile hinweg.

Ludigol, so der Name des Pulvers, ist laut BASF wasserlöslich und gilt als nicht krebserregend sowie nicht hochschädigend. Das Produkt könne allerdings die Augen reizen. Auch eine Sensibilisierung durch Hautkontakt sei möglich. Darüber hinaus enthielten auch die Brandgase reizende Substanzen wie Stickoxide. Beim Kontakt könne es zu Augen- und Hautreizungen sowie zu Reizungen der Atemwege kommen. Die BASF rät, bei entsprechenden Beschwerden einen Arzt aufzurufen.

Die Stadt Ludwigshafen sprach währendessen vorsorglich einen Verkaufsstopp für Lebensmittelauslagen in den Stadtteilen Nord und Hemsdorf aus. Dies geschehe im Interesse der Sicherheit, teilte ein Sprecherin der Stadt mit. Bis Eltern wurden im betroffenen Bereich gebeten, dafür Sorge zu tragen, dass Kinder nicht auf Spielplätzen oder in Sandkästen spielten. Auch sei darauf zu achten, das Trinkwasser von Tieren unter freiem Himmel auszutauschen.

Am 16. Mai war es auch in einem britischen Chemiewerk der BASF zu einem folgenschweren Brand gekommen. Das Feuer zerstörte Teile einer Anlage zur Produktion von Superabsorbern am Standort Birkenhead. Zwei BASF-Mitarbeiter erlitten Verbrennungen an Händen und Gesicht und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden.

Superabsorber sind schwach vernetzte Natriumpolyacrylate. Sie werden in Babywindeln eingesetzt, weil sie bis zum 50fachen ihres eigenen Gewichts aufnehmen können. In der Landwirtschaft werden sie als Wasserspeicher und -spender verwendet. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Kabelummantelungen, wo sie unter anderem bei Unterseekabeln eingesetzt werden.

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