Mazedonien-Einsatz

Bundeswehr bleibt mindestens drei weitere Monate in Mazedonien

Die Bundeswehr wird für drei Monate eine neue Mission in Mazedonien leiten. Ein entsprechendes Mandat beschloss der Bundestag. Für den Antrag der Bundesregierung stimmten 528 Abgeordnete, 40 stimmten mit Nein, so die Tagesschau. Am Morgen hatte das Bundeskabinett eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Mazedonien befürwortet. An der neuen Mission sollen bis zu 600 deutsche Soldaten teilnehmen. Das erklärte der außen- und sicherheitspolitische Berater des Bundeskanzlers, Michael Steiner, nach dem Beschluss.

Mit diesem Schritt wolle man nach dem Ende der bisherigen Mission ein "Sicherheitsvakuum" in Mazedonien vermeiden, so Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye. Die neue Mission "Amber Fox" hat den Auftrag, die 284 zivilen Beobachter der Europäischen Union und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vor möglichen Übergriffen zu schützen.

Nachdem sich die NATO und die mazedonische Regierung in Skopje über die Ausgestaltung der Mission geeinigt hatten, gab der NATO-Rat den Einsatzbefehl. Danach sollen 700 Soldaten in dem Land stationiert werden, die auf eine Reserve von 300 Soldaten der Kosovo-Friedenstruppe KFOR zurückgreifen könnten, sagte NATO-Sprecher Mark Laity in Skopje. Das Mandat sei zunächst auf drei Monate beschränkt, es gebe aber eine Option, dies zu verlängern. Die Truppe soll die NATO- Soldaten ablösen, die zur Entwaffnung albanischer Rebellen in dem Land stationiert waren. Der UN-Sicherheitsrat hatte die Mission am Vortag gebilligt.

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