Tierwelt

Fischotter in Niedersachsen vor dem Aussterben bewahrt

Der Fischotter hat in Niedersachsen wieder Fuß gefasst. Während der Wassermarder noch vor zehn Jahren akut vom Aussterben bedroht war, tummelt er sich heute in fast allen geeigneten Lebensräumen zwischen Elbe und Aller, wie Umweltminister Wolfgang Jüttner sagte. Der Fischotter sei nach einer Zählung vom Winterhalbjahr 2000/2001 an 118 Stellen nachweisbar. Anfang der 90er Jahre war das Tier lediglich an 18 Stellen gesichtet worden.

Die erfreuliche Entwicklung, die über den Expertenerwartungen liege, führte Jüttner unter anderem auf das 1989 aufgelegte Fischotterprogramm zurück. Das Land habe seither rund 12,2 Millionen Euro für die Bewahrung der bedrohten Art aufgewendet. Im Rahmen des Programms seien rund 1840 Hektar Land an naturnahen Gewässern aufgekauft worden, um Lebensräume für den Fischotter zu schaffen.

Von der Maßnahme konnten auch andere bedrohte Tierarten profitieren. So hat sich der schon im 19. Jahrhundert fast gänzlich ausgerottete Biber wieder in Niedersachsen angesiedelt, wie Jüttner sagte. Auch die Bestände von Kranichen und Störchen haben sich nach Angaben des Umweltministers in den vergangenen Jahren deutlich erholt. Mit 13 Seeadler- und 6 Fischadlerpaaren hätten die Adlerbestände sogar sensationelle Höchstwerte erreicht.

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