Bush-Besuch in Berlin
Kriegsgegner demonstrieren gegen deutsche Beteiligung an US-Terrorbekämpfung
Die Proteste richten sich u.a. gegen den Krieg in Afghanistan_, dem viele Tausend Zivilisten, Kinder, unschuldige Frauen und Männer zum Opfer gefallen sind und an dem auch Bundeswehreinheiten aktiv beteiligt sind. Sowie die Fortsetzung solcher Massnahmen in Form eines Feldzuges, der in der zweiten Phase auf Länder wie die Philippinen, Somalia oder Jemen ausgedehnt werden soll.
Ein Angriff auf den Irak werde unabsehbare Folgen für die Stabilität im Nahen Osten und den Weltfrieden haben, ebenso wie die fortgesetzte Unterstützung der israelischen Besatzungspolitik, fürchten die Kriegsgegner. In vielen Ländern - auch in Deutschland - haben die Regierungen und Parlamente in den letzten Monaten Freiheits- und demokratische Rechte der Bürger beschnitten, die Bewegungsfreiheit ausländischer Mitbürger eingeschränkt und staatliche Überwachungsinstrumente verstärkt (z.B. Rasterfahndung).
Unter dem Vorwand der Terrorismus-Bekämpfung betreibe die Bundesregierung mit Vorrang die endgültige Umwandlung der Bundeswehr in eine weltweit einsetzbare Interventionsarmee. Statt zur Entwicklung gerechter weltwirtschaftlicher Strukturen und zum Abbau der Armut und Massenarbeitslosigkeit beizutragen, statt auf die Konflikte dieser Welt mit angepassten zivilen Programmen zu reagieren, setzten die reichsten Industriestaaten der Erde auf die militärische Absicherung ihres Reichtums und ihrer Macht und fördern sie eine Art militärische Globalisierung, der sich die übrige Welt unterzuordnen hat, beklagt die Friedensbewegung.
Der Aufruf orientiert sich an einem Appell der auf einer bundesweiten Aktionskonferenz der Friedensbewegung beschlossen wurde und als Zeitungsanzeige in deutschen überregionalen Zeitungen erscheinen soll.
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Am 13. Mai. 2002 unter:
welt-onlineStichworte:
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