Ärzte ohne Grenzen
Gutes Spendenergebnis im vergangenen Jahr
ÄRZTE OHNE GRENZEN zufolge hat das internationale Netzwerk im vergangenen Jahr immer wieder Engpässe bei der Personalgewinnung für Auslandseinsätze festgestellt. "Wir würden diese Engpässe auf internationaler Ebene gern ausgleichen, indem wir in Deutschland mehr qualifiziertes Personal für die Auslandsprojekte gewinnen", sagte die Vorstandsvorsitzende und Ärztin Gundula Epp-Graack. Besonderen Bedarf hat die Organisation derzeit an Ärzten, Hebammen und medizinisch-technischen Assistenten.
Die meisten Mitarbeiter sind für ÄRZTE OHNE GRENZEN derzeit in Angola tätig. 160 internationale und 2.000 angolanische Mitarbeiter arbeiten dort, um die Folgen der katastrophalen Ernährungssituation zu bekämpfen. Seit dem Waffenstillstand Anfang April hat die Organisation Zugang zu Gebieten, die drei Jahre lang von jeder humanitären Hilfe abgeschnitten waren. Etwa eine halbe Million Menschen sind infolge des jahrelangen Bürgerkrieges von Hunger und Tod bedroht.
"Es ist beschämend, wie schleppend die internationale Hilfe anläuft", sagte die Geschäftsführerin der deutschen Sektion Ulrike von Pilar. "Seit Wochen berichten unsere Teams von dramatischen Sterberaten und weit verbreiteter Unterernährung, doch weder die Medien noch die internationale Gemeinschaft reagieren entsprechend", so von Pilar. Erst letzte Woche hatte ÄRZTE OHNE GRENZEN die angolanische Regierung und die Vereinten Nationen für die völlig unzureichenden Hilfsaktionen scharf kritisiert.
Die Gesamteinnahmen von ÄRZTE OHNE GRENZEN im Jahr 2001 in Höhe von 33,9 Mio DM blieben mit 13,3 Mio DM hinter dem Ergebnis des Vorjahres (2000: 47,2 Mio DM) zurück. Grund hierfür ist, dass die deutsche Sektion im Jahr 2000 allein für die Flutkatastrophe in Mosambik 13,9 Mio DM erhalten hat. Von den 33,9 Mio DM Gesamteinnahmen entfielen 30,6 Mio DM auf private Einzelspenden. Die deutsche Sektion finanzierte im Jahr 2001 Projekte in 32 Ländern, mit Schwerpunkt Afrika.
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Am 21. Jun. 2002 unter:
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