Flussausbau trotz Hochwasser?

Stoiber drückt sich weiter um eine klare Aussage zum Donauausbau

Zum Treffen des Unions-Kandidaten Edmund Stoiber mit Umweltverbänden erklärt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Iris Gleicke: „Die von Bayern bislang favorisierte Kanalisierung der Donau würde die Fliessgeschwindigkeit zwangsläufig erhöhen, das Hochwasser stiege künftig noch schneller an. Die Vorwarnzeit für die Menschen in Passau würde zusätzlich verkürzt.“ Rot-Grün habe im vergangenen Juni im Bundestag den sanften Donauausbau mit rein flussbaulichen Mitteln beschlossen. Er beziehe bei steigenden Pegeln die Donauauen als Rückhaltebecken ein und wirke so bei Hochwasser regulierend.

Die Menschen an der Donau hätten laut Gleicke einen Anspruch darauf, vor der Bundestagswahl zu erfahren, wie Stoibers Pläne für die Ausbau aussehen. Um eine solche klare Aussage drücke er sich jedoch herum. Eine Garantie für den sanften Ausbau der Donau hätten die Betroffenen nur dann, wenn Rot-Grün auch die nächste Bundesregierung stellt.

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