Nach Aids-Medikamentenskandal
Aktionsbündnis gegen Aids verurteilt illegalen Handel
"Die Schmuggler haben mit diesem Re-Import auf Kosten afrikanischer HIV-Kranker Millionen für sich abgezweigt", verurteilt Pastors die verbrecherischen Machenschaften aufs Schärfste: "Der Medikamentenschmuggel ist nur aufgrund der Korruption in Afrika und Europa möglich. Den Ärmsten der Armen werden dadurch lebensrettende Medikamente vorenthalten." Das große Preisgefälle locke Kriminelle. Während die Kosten für die Therapie in Europa und den USA für einen Aidskranken im Jahr aufgrund der Patente bei 10.000 Euro liegen, ist die Behandlung in Entwicklungsländern mit verbilligten Aids-Präparaten aufgrund des Preisnachlasses einiger Pharmafirmen für 1000 Euro möglich.
Um solche Verbrechen in Zukunft zu verhindern, sollten die Medikamente für Entwicklungsländer kenntlich gemacht werden, schlägt Pastors vor. "Wenn die Tabletten mit den gleichen Wirkstoffen in anderer Farbe und Form produziert und anders verpackt werden, könnten sie auf legalem Wege in Europa und Amerika nicht mehr vertrieben werden." Schon Großpackungen wie sie von action medeor verwendet werden, würden den Rückfluss auf den deutschen Markt erschweren. Außerdem sollte die sichere und nachvollziehbare Struktur des Vertriebsweges gewährleistet sein. Im vorliegenden Fall wurden die geschmuggelten Aids-Medikamente einer etablierten Pharma-Re-Import-Firma untergejubelt.
Das Aktionsbündnis gegen Aids ist ein Zusammenschluss von über 30 Organisationen und Hilfswerken der Entwicklungszusammenarbeit, das mit einer bundesweiten Kampagne auf die weltweite Aids-Katastrophe aufmerksam macht. Das Aktionbündnis fordert von der Bundesregierung eine drastische Erhöhung der finanziellen Mittel auf 350 Millionen Euro zur Bekämpfung und Prävention von HIV und Aids.
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Am 10. Okt. 2002 unter:
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