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Neues Wassersystem und Kanalisationsnetz gegen Epidemiegefahr im Irak benötigt

Schwierige Umweltsituation

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) warnt, dass die kriegsbedingten Schäden im Abwasser- und Elektrizitätssystem gepaart mit der zunehmenden Verschmutzung die Umweltsituation im Irak verschlechtert haben. Auch die Gesundheit der Bevölkerung wurde in Mitleidenschaft gezogen. Anhand der ersten Erhebungen empfiehlt die UNEP sofortige und langfristige Maßnahmen: Das Wassersystem und das Kanalisationsnetz muss dringend wieder hergestellt werden. Ebenso ist es umgehend notwendig, stark verschmutzte Regionen zu säubern sowie Müllberge und medizinischen Abfall zu entfernen. Nur so könne das Risiko einer Epidemie reduziert werden.

Erneut erfolgt der Vorschlag, Risikoerhebungen in jenen Gebieten durchzuführen, die von DU-Monition (DU, abgereichertes Uran) betroffen wurden. Die irakische Bevölkerung soll informiert werden, wie ein Kontakt mit abgereichertem Uran verhindert werden kann. "Viele Umweltprobleme im Irak sind so alarmierend, dass eine sofortige Abschätzung und ein Säuberungsplan dringend notwendig sind", erklärte der Vorsitzende der UNEP-Untersuchungsgruppe Pekka Haavisto. Nur wenn die Umwelt in alle Wiederaufbaupläne komplett integriert wird, kann sich laut Haavisto das Land wieder nachhaltig erholen.

Bei dem 98-seitigen UNEP-Bericht handelt es sich um eine so genannte Arbeitsstudie, die einen Überblick über die Umweltsituation im Irak bietet, aber nicht auf Vor-Ort-Kenntnissen basiert. Dem Report zufolge hat der Irak-Krieg die Umweltkrise nach dem Golfkrieg 1991, dem Iran-Irak-Krieg in den 80er Jahren und der Misswirtschaft unter dem Regime Saddam Husseins verschärft. Vor allem durch die immer wieder unterbrochene Elektrizitätsversorgung, die Pumpen zur Entfernung des Abwassers und zur Süßwasser-Zirkulation zum Erliegen brachte, wurde großer Schaden angerichtet. Von den Elektrizitätsstopps waren auch Pumpen betroffen, die das Salzwasser von Bewässerungsfeldern im Südirak entfernen sollten. Als Ergebnis resultierten Landflächen voll mit Wasser und sehr hohem Salzgehalt. Hinzu kommt der Rauch der brennenden Ölfelder, der eine lokale Luftverschmutzung und Bodenkontamination verursacht hat.

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