Pressefreiheit

Zwei Journalisten innerhalb einer Woche auf den Philippinen ermordet

In der vergangenen Woche auf den Philippinen zwei Journalisten ermordet worden. Laut Reporter ohne Grenzen wurde Arnel Manalo am Donnerstag in Bauan, 80 Kilometer südlich von Manila, erschossen. Er war Korrespondent der Tageszeitung Bulga und des Radio-Senders DZRH. Am vergangenen Samstag wurde Roger Mariano, Moderator des privaten Radio-Senders DZJC-Akyson, in San Nicola im Osten der Philippinen erschossen. Damit sind dieses Jahr bereits vier Journalisten auf den Philippinen getötet worden.

In einem Brief an die Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo verurteilt Reporter ohne Grenzen die Morde und fordert eine schnelle Ermittlung von Tätern und Hintermännern. Wenn die Verantwortlichen nicht zügig vor Gericht gestellt und verurteilt werden, zeugt dies von einer zunehmend fehlenden Strafverfolgung auf den Philippinen. Allein 2003 wurden dort sieben Journalisten getötet - so viele wie nie zuvor seit der Demokratisierung im Jahr 1986.

Der gestern getötete Malano wurde von einem Motorrad aus erschossen. Sein Bruder, der ihn begleitete, konnte die Täter nicht erkennen und gegenüber der Polizei keine Angaben über mögliche Drohungen gegen Malano machen. Der von Kugeln durchlöcherte Körper von Mariano wurde vergangenen Samstag an einer Autobahn in San Nicola gefunden. Der Journalist hatte in seinen Sendungen zahlreiche sensible Themen öffentlich gemacht; so etwa jüngst Misshandlungen als Mittel der örtlichen Behörden, um illegale Spielringe auszuheben.

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