Artenschutzkonferenz
Entscheidungen über die Zukunft von Walen und Delfinen in Thailand
Irawadi-Delfine leben in kleinen isolierten Populationen in den Salz- und Süßgewässern Asiens und Nordaustraliens. Durch das Verfangen und den häufigen Tod in Fischernetzen sowie die Zerstörung ihres Lebensraumes stehen einige Gruppen kurz vor dem Aussterben. Sue Fischer, Sprecherin der WDCS, sagt: "Die Entnahme von nur wenigen Individuen für den Verkauf an Aquarien kann die Ausrottung der betroffenen Populationen beschleunigen. Ein Handelsverbot hingegen würde den Regierungen ermöglichen, andere Bedrohungen sinnvoll zu bekämpfen."
Zum vierten Mal in Folge bringt Japan einen Vorschlag ein, das Handelsverbot mit Walprodukten aufzuheben. Bei der diesjährigen Konferenz beantragt der Walfangstaat eine Legalisierung des Handels mit Zwergwalprodukten aus der Nördlichen Hemisphäre. Japan, Norwegen und Island setzen trotz des seit 1986 in Kraft befindlichen kommerziellen Walfangverbotes die Waljagd fort und sind an einem Handel interessiert.
Sue Fisher von der WDCS kommentiert: "Der Vorschlag beinhaltet ungenaue und irreführende Daten. Eine Annahme des Antrages würde unvermeidlich den Druck auf die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs verstärken, da die Walfangstaaten Interesse haben, neue Märkte für den Absatz von Walfleisch zu schaffen. Das von der Internationalen Walfangkommission (IWC) erlassene Walfangverbot gerät dadurch zunehmend in Gefahr." Die WDCS unterstützt Projekte zur Erforschung des Irawadi-Delfins in Asien und arbeitet mit der Bevölkerung vor Ort zusammen, um die bedrohten Populationen vor dem Aussterben zu bewahren.
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Am 29. Sep. 2004 unter:
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