Artenschutz
Weiße Haie bleiben vorerst geschützt
"Die starke Fischereilobby konnte sich hier in Bangkok wider Erwarten nicht durchsetzen", so der WWF-Artenschützer Volker Homes. Homes hofft nun, dass sich das Blatt für die Weißen Haie auf der Artenschutzkonferenz nicht doch noch wendet - im umgekehrten Fall war dies bei der letzten Artenschutzkonferenz 2002 in Santiago de Chile geschehen: Damals wurde der Schutz der Riesen- und Walhaie zunächst abgelehnt und erst am letzten Tag völlig unerwartet doch noch vom Plenum akzeptiert. Seither wird der Handel mit diesen Haiarten streng kontrolliert.
Die Umweltstiftung WWF schätzt, dass jedes Jahr bis zu 100 Millionen Haie aller Arten durch menschliche Einflüsse wie gezielte Fischerei und ungewollten Beifang sterben. Daneben gehöre die Jagd für den Souvenirhandel und für den Lebensmittelmarkt zu den größten Gefahren. Homes: "Für Zähne der Weißen Haie werden unglaublich hohe Preise gezahlt - für ganze Gebisse sogar bis zu mehrere zehntausend Euro. Viele Gourmets in Asien schätzen ihre Flossen als Delikatesse. Kein Wunder, dass sich Jäger auf die Suche nach den Haien machen."
Es sei bisher unklar, wie viele Weiße Haie noch in den Meeren leben. Da sie erst im hohem Alter und nur wenig Nachwuchs bekommen, könnten sie die großen Verluste, die ihnen durch Jagd und Beifang zugefügt werden, kaum noch ausgleichen. Fehlen Haie im Ökosystem Meer bedeute das ein Einbruch in dem gesamten Nahrungszyklus.
Haie gehören zu den ältesten Wirbeltieren der Erde: Die "lebenden Fossilien" tauchten bereits vor etwa 400 Millionen Jahren auf. Man unterscheidet mehr als 400 Arten, darunter der größte Fisch der Welt: Der Walhai wird so groß wie ein Omnibus und kann schätzungsweise bis zu 100 Jahre alt werden.
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Am 12. Okt. 2004 unter:
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