UNESCO-Bericht
100 Millionen Kinder ohne Schulbildung
In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sowie unter benachteiligten Gruppen in einigen Industrieländern ist das Leistungsniveau der Schüler sehr schwach. In vielen Ländern hat die Ausstattung der Schulen mit dem Anstieg der Schülerzahlen nicht Schritt gehalten: Klassen mit bis zu 60 Schülern, unzureichend qualifizierte Lehrer und fehlende Schulbücher haben die Bildungsqualität hier verschlechtert.
Für 127 Länder stellt der "EFA Development Index" (EDI) in diesem Jahr dar, wo sie im EFA-Prozess stehen. Für andere Länder, darunter auch Deutschland, liegt keine Bewertung vor, weil nicht alle Daten verfügbar sind oder diese Länder keinen nationalen EFA-Mechanismus entwickelt haben. Den höchsten EDI erreicht Norwegen mit 0,995, gefolgt von Dänemark (0,994) und den Niederlanden (0,992), den niedrigsten Burkina-Faso (0,429) hinter Niger (0,448) und Guinea-Bissau (0,450). 41 Länder, davon die meisten in Nordamerika und Europa, aber auch Argentinien, Kuba und Chile, haben die Ziele ganz oder nahezu erreicht. 35 Länder, darunter 22 im Afrika südlich der Sahara, Bangladesch, Indien und Pakistan, sind weit davon entfernt, Bildung für alle zu erreichen.
Der jährlich erscheinende Weltbericht "Bildung für alle" wird im Auftrag der UNESCO von einem unabhängigen internationalen Expertenteam angefertigt, das unter anderem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt wird. Er ist in englischer Sprache auf der Homepage der UNESCO abrufbar.
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Am 08. Nov. 2004 unter:
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