Wohlstandskrank

Künast findet Zahl der übergewichtigen Kinder immer noch zu hoch

In Deutschland wird nach Darstellung von Bundesverbraucherministerin Renate Künast immer noch "zu viel, zu süß und zu fettig" gegessen. Bei der Zahl übergewichtiger Kinder sei die Bundesrepublik den USA dicht auf den Fersen, sagte Künast am Freitag in Berlin. Nach Angaben des für Ernährungsprogramme verantwortlichen US-Staatssekretärs Eric Bost sind in den USA zwischen 16 und 17 Prozent der Kinder übergewichtig. In Deutschland seien es zwischen 10 und 12 Prozent.

Daher soll es mit den USA künftig einen stärkeren Austausch über Maßnahmen und Projekte geben, mit denen eine Verhaltensänderung bewirkt werden kann.

Künast betonte, Kinder müssten bereits im Kindergarten und in der Schule lernen, wie sie sich ausgewogen ernähren und körperliches Wohlbefinden durch Bewegung herstellen könnten. Dazu gehöre beispielsweise der Einsatz einer Ernährungspyramide, um die richtige Balance von Lebensmitteln, Getränken und Bewegung deutlich zu machen.

Bost forderte, es müsse in beiden Ländern einen "gesünderen Lebenswandel" geben. Dazu sollten alle Teile der Gesellschaft einbezogen werden. Medien, Industrie, Eltern und Regierung spielten eine wichtige Rolle im Kampf gegen das Übergewicht.

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