Statt Internet Explorer

Alternativer Browser Firefox in Deutschland immer stärker

Der WWW-Browser Firefox, stärkster Konkurrent des wegen seiner Sicherheitslücken umstrittenen Internet Explorer, kommt in Deutschland offenbar bereits auf einen Marktanteil von fast einem Viertel. Eine aktuelle Analyse des kalifornischen Webspezialisten Websidestory bescheinigt dem Firefox-Browser der Mozilla-Foundation stark unterschiedliche regionale Verankerungen. Während sich das Wachstum des Browsers unter US-Usern zuletzt stark verlangsamt hat und die Internet-Software unter amerikanischen Nutzern auf einen Marktanteil von 6,75 Prozent kommt, wechseln deutsche Surfer offenbar mit fliegenden Fahnen ins Firefox-Lager: Websidestory bescheinigt dem freien Browser 22,58 Prozent Marktanteil.

Websidestory hat für seine Analyse so unterschiedliche Märkte wie Deutschland, Japan und die USA unter die Lupe genommen. Demnach gilt Deutschland als das Firefox-Land schlechthin. Mit seinem Vormarsch in Richtung 25 Prozent kostet der Mozilla-Browser dem Markt beherrschenden Konkurrenten Internet Explorer etliche Marktanteile. So kommen alle Internet-Explorer-Versionen in der Bundesrepublik zusammen auf 69,45 Prozent. Netscape und andere Nicht-Firefox-Mozilla-Browser sieht die Studie bei einem Marktanteil von 4,12 Prozent.

Ganz anders stellt sich dagegen die Situation im Land der aufgehenden Sonne dar: Japan ist offensichtlich nach wie vor fest in Microsofts Hand. Die diversen Internet Explorer kommen hier auf beinahe monopolartige 93,92 Prozent, Firefox muss sich dagegen mit 2,79 Prozent bescheiden. In den USA hat sich das Wachstum des Browsers verflacht. Hier legte Firefox zuletzt im Drei-Monats-Abstand um einen Prozentpunkt zu. Davor hatte das Wachstum einen Prozentpunkt pro Monat betragen. Branchenbeobachter sehen das schwächere Wachstum nicht nur als Resultat aus den Diskussionen über Sicherheits-Lücken des Browsers, berichtet Cnet. Das langsamere Wachstum könnte auch Ausfluss der Tatsache sein, dass der Mozilla-Browser seine natürliche Anhängerschaft, Frühanwender und technikaffine User, bereits ausgeschöpft hat.

Zuletzt hatte Firefox die magische Marke von 50 Millionen Downloads durchbrochen. Dies lässt sich jedoch nicht eins zu eins auf Userzahlen umlegen, da manche Nutzer mehrere Kopien des Browsers auf verschiedenen Computern installieren.

Grundsätzlich sind Browser-Statistiken mit Vorsicht zu genießen, da alternative Browser wie Opera oder Firefox sich z.B. als Internet Explorer ausgeben können, um WWW-Seiten zu überlisten, die nur bestimmte Browser zulassen.

Der Internet Explorer ist wegen seiner vielen, teilweise lange Zeit nicht behobenen Sicherheitslücken in die Kritik geraten. Zudem wird Microsoft eine Ausnutzung seiner Quasi-Monopolstellung mit Windows vorgeworfen. Allerdings sind auch bei Firefox in letzter Zeit mehrere Sicherheitslücken bekannt geworden. Diese haben die Entwickler jedoch umgehend behoben.

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