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Kinderhilfswerk fordert Bundeskinderbeauftragten und Kinderparlamente

Wie Wehrbeauftragter

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert einen Kinderbeauftragten im Bundestag. Dieser sollte dem Parlament - ähnlich wie der Wehrbeauftragte als Kummerkasten für die Soldaten - Rechenschaft über die Situation der Kinder in Deutschland ablegen, sagte der stellvertretende Bundesgeschäftsführer des Verbandes, Michael Kruse.

Das Amt könnte als Ergänzung zur Kinderkommission dazu beitragen, dass die Belange von Mädchen und Jungen bei politischen Entscheidungen stärker berücksichtigt werden. Dies geschehe in Deutschland noch zu wenig.

Kruse betonte, Kinder seien die Zukunft der Gesellschaft und hätten das Recht auf Beteiligung an der Politik. Dies rechtfertige auch eine besondere Stellung im parlamentarischen Geschehen wie durch einen Bundeskinderbeauftragten.

Kinderpolitik habe derzeit angesichts der niedrigen Geburtenrate Hochkonjunktur. "Wir müssen aber mehr mit unseren Kindern reden und sie stärker zu Wort kommen lassen", forderte der Verbandsvize. Kinder seien Experten in eigener Sache. Sie wüssten aus ihrer Alltagserfahrung, wie Städte und Gemeinden kinderfreundlicher gestaltet werden könnten. Deshalb sollten auf kommunaler Ebene Kinderparlamente ausgebaut und weitere Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Mädchen und Jungen hätten da Interesse für Politik, wo sie im Alltag von ihr betroffen seien. Bundespolitik sei für sie häufig zu abstrakt, sagte Kruse. Anstelle eines Bundeskinderparlaments könnte deshalb ein Bundeskinderbeauftragter besser ihre Belange vertreten.

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