In anderen Ländern verboten
Landliebe und Müllermilch wegen Genmais kritisiert
Das Unternehmen Müller weigert sich laut Greenpeace, Verbrauchern eine Milchvieh-Fütterung ohne Gen-Pflanzen zu garantieren. Auch Landliebe/Campina wollten Gen-Pflanzen bei der Milchherstellung "nicht ausschliessen".
Der wenige in Deutschland wachsende Gen-Mais wird fast ausschliesslich als Tierfutter verwertet. Die Gen-Mais-Standorte der Milcherzeuger für Muellermilch und Landliebe/Campina befinden sich laut Greenpeace in Brandenburg - Neureetz, Seelow/Gusow,Neutrebbin und Heinersdorf - sowie im sächsischen Hasselbachtal.
Greenpeace: In Österreich, Ungarn, Griechenland und Polen verboten
Insgesamt würden in Deutschland dieses Jahr rund 345 Hektar Gen-Mais angebaut. Ursprünglich seien aber über 1000 Hektar geplant geewesen. Die riskante Saat habe sich "als Ladenhüter entpuppt" und ein Großteil der angemeldeten Flächen seien von den Landwirten zurückgezogen worden.
Der genmanipulierte Mais MON810 von Monsanto sei die einzige in der EU zur Aussaat zugelassene Gen-Pflanze. Wegen ihrer - so Greenpeace - "weitgehend ungeklärten Risiken" hätten Österreich, Ungarn, Griechenland und Polen den Anbau verboten. Lediglich in Spanien, Tschechien und Deutschland werde Gen-Mais kommerziell angebaut.
"Molkereien nutzen Kennzeichnungslücke"
"Da die meisten Verbraucher Gentechnik ablehnen", so Greenpeace, "gibt es in Supermärkten keine als Gen-Food gekennzeichneten Lebensmittel." Tierische Produkte wie Milch, Fleisch oder Eier, die von Tieren stammten, die mit Gen-Pflanzen gefüttert würden, müssten jedoch nicht gekennzeichnet werden. Verbraucher könnten daher nicht erkennen, ob Gen-Pflanzen im Spiel waren. Viele Molkereien nutzten diese Kennzeichnungslücke aus.
"Muellermilch und Landliebe/Campina fördern den Anbau genmanipulierter Pflanzen, wenn sie Milch von Gen-Milchbauern beziehen", meint Ulrike Brendel von Greenpeace. "Die Unternehmen haben genug Möglichkeiten, bei der Milchherstellung Gen-Pflanzen zu vermeiden. Es ist völlig unverständlich, dass sie diese nicht nutzen und ihr Markenimage aufs Spiel setzen."
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Am 25. Aug. 2005 unter:
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