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UN-Arbeitsorganisation für Mindestlohn in Deutschland

"Würdige Arbeitsbedingungen"

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) befürwortet die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland. Angesichts der abnehmenden Tarifbindung sei der Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik hinsichtlich der Löhne heute weitgehend dereguliert, sagte der Chef der ILO-Abteilung Arbeitsmarktforschung, Peter Auer, der "Berliner Zeitung". "Da ist es dann sinnvoll, eine untere Haltelinie einzuziehen", sagte er weiter. Die ILO mit Sitz in Genf ist diejenige Unterorganisation der Vereinten Nationen, die sich mit Arbeit und Beschäftigung befasst.

Auer sprach von einem Mindestlohn in Höhe von 7,50 Euro pro Stunde, wie ihn die deutschen Gewerkschaften fordern. Er glaube nicht, dass dieser Arbeitsplätze vernichten werde. "Auch in anderen Industrieländern gibt es Mindestlöhne in dieser Größenordnung - unter anderem in Großbritannien und Irland, wo viele neue Jobs entstehen", sagte er.

Die ILO trete für würdige, vernünftige Arbeitsbedingungen ein, sagte Auer. "Das bedeutet auch, dass grundsätzlich anständige Löhne gezahlt werden sollten", erläuterte er. Bei einer 38,5-Stunden-Woche komme man bei einem Lohn von 7,50 Euro zum Monatsende etwa auf 1200 Euro brutto. "Damit würde der Mindestlohn tatsächlich seinen Zweck erfüllen und eine untere Einkommensgrenze markieren, mit der sich noch leben lässt", sagte Auer.

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