Kampfeinsätze

Bundeswehr will in Afghanistan präventiv zuschlagen können

Nach einer Reihe von Angriffen auf Bundeswehrstützpunkte in Afghanistan dringt der Sprecher der Internationalen Schutztruppe (ISAF) für die Nordregion, Oberstleutnant Markus Werther darauf, im Einsatz künftig schneller zur Waffe greifen zu können. "Es wäre angemessen, den Auftrag zu transformieren und zu reformieren", sagte Werther der "Financial Times Deutschland". "Der Gedanke, wir machen in Afghanistan nur Wiederaufbau und sonst nichts, kann nicht funktionieren, da werden wir an die Wand gedrückt", so Werther. Der Oberstleutnant verlangt, künftig präventiv zuschlagen zu können.

Im Unterschied zur US-geführten Anti-Terror-Mission darf die ISAF in Afghanistan offiziell keine Kampfeinsätze führen. An dieser Aufteilung will das Verteidigungsministerium bislang nicht rütteln. "Eine Zusammenlegung allein führt nicht zu mehr Sicherheit", sagte auch Werther. Vorerst gehe es darum, die Einsatzregeln neu zu definieren. Die Soldaten forderten die Möglichkeit, bei einer drohenden Gefahr auch präventiv zuschlagen zu können.

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