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Atomkraftgegner starten Kampagne "Biblis angeklagt"

Biblis B wieder am Netz

Das hessische Atomkraftwerk Biblis B produziert seit dem Wochenende wieder Strom. Der zum Energiekonzern RWE gehörende Meiler hatte seit Herbst 2006 zur Behebung technischer Mängel stillgestanden, von dem auch Block A betroffen ist. Block A ist nach wie vor abgeschaltet. Die Entscheidung von RWE und der hessischen Atomaufsicht, Biblis B wieder ans Netz gehen zu lassen, hält die atomkritische Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) für verantwortungslos. Zugleich startete die Organisation die Kampagne "Biblis angeklagt". "Zahlreiche Menschen werden in den nächsten Wochen eine Zeitung mit dem Titel 'Biblis angeklagt' in ihrem Briefkasten vorfinden, nach dessen Lektüre selbst vielen Befürwortern der Atomenergie die Lust an dieser Risikotechnik vergehen dürfte", kündigte ein Sprecher der Organisation an.

Die Berichte über mehr als 150 Sicherheitsdefizite und zahlreiche Missstände in Biblis B wird nach Auffassung der IPPNW die Einschätzung in der Bevölkerung bestärken, "dass ein Weiterbetrieb von Biblis keinesfalls zu verantworten ist". Die Zeitung mit einer Auflage von 300.000 Exemplaren wird von der IPPNW, dem Umweltverband BUND Hessen und der Vereinigung EUROSOLAR herausgegeben und verbreitet.

Vor dem Hintergrund einer bevorstehenden Klage der IPPNW beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel auf Stilllegung von Biblis B hat die Organisation gemeinsam mit EUROSOLAR außerdem einen Film mit dem gleichnamigen Titel "Biblis angeklagt" produziert. In dem sowohl im Internet als auch auf DVD verfügbaren Film wird laut IPPNW darlegt, "dass das gefährliche Atomkraftwerk Biblis B aus sicherheitstechnischen und rechtlichen Gründen abgeschaltet werden muss".

Der Strom aus Biblis könne vollständig durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Allein die Tatsache, dass beide Blöcke in Biblis ein Jahr lang keinen Strom produziert hätten, ohne dass in Hessen die Lichter ausgegangen seien, zeige, dass "dieses gefährliche Atomkraftwerk" absolut überflüssig sei. "Der rasante Ausbau der Erneuerbaren Energien führte dazu, dass diese in Deutschland mit 15 Prozent bereits halb so viel Strom produzieren wie alle deutschen Atomkraftwerke zusammen. Mehr und mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass dezentrale erneuerbare Energieanlagen in absehbarer Zeit zu 100 Prozent den erforderlichen Strom liefern können", so die Atomkraftgegner.

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