"Beimischungspflicht war falsche politische Weichenstellung"
EUROSOLAR fordert differenzierte Betrachtung der Biokraftstoffe
Damit aber würden die ökologischen und sozialen Chancen der Bioenergie verspielt. "Sie liegen in der Entwicklung regionaler Energiekonzepte, in der die Landwirtschaft, mittelständische Betriebe und Stadtwerke zusammenwirken, um ökologisch und wirtschaftlich zukunftsfähige dezentrale Energiekonzepte zu verwirklichen",heißt es in der Erklärung weiter. Hierzu gehöre die Einspeisung von Biogas in Erdgasnetze und "als Ziel die Hundert-Prozent-Versorgung aus Erneuerbaren Energien."
Wechselseitige Ergänzung von Nahrungsmittel- und Energieerzeugung
Außerdem gehe es um "die wechselseitige Ergänzung von Nahrungsmittel- und Energieerzeugung: Einerseits müssen die bei der Nahrungsmittelerzeugung und -nutzung anfallenden Reststoffe und Abfälle für Bioenergie verwendet werden, andererseits müssen die bei der Biokraftstoffproduktion anfallenden Reststoffe als Futter- und Düngemittel in der Landwirtschaft eingesetzt werden."
Flächenkonkurrenzen zwischen Nahrungs- und Energieerzeugung seien durch Anbau von Zwischenpflanzen nach der Ernte vermeidbar. So würden Fruchtwechsel begünstigt, die ohnehin zur ökologischen Landwirtschaft gehörten. Die Zukunft liege auch in zellulosehaltigen Pflanzen, die heute fälschlich als "Unkraut" betracht würden. "Sowohl in der Pflanzenzüchtung als auch bei der Entwicklung von Umwandlungstechnologien sind verstärkte Anstrengungen nötig."
Alle diese vernünftigen Ansätze würden aber durch die Beimischungspflicht erschwert. "Erforderlich ist stattdessen eine steuerliche Bevorzugung von Biokraftstoffen mit nachweisbar günstiger Ökobilanz. Die Zukunft liegt in regionalen Kreislaufkonzepten", hieß es unter Verweis auf bereits bestehende "Bioenergiedörfer".
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Am 18. Apr. 2008 unter:
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