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Menschenrechte - Pestizid-Konzerne werden angeklagt

Permanent People´s Tribunal (PPT)

Am 3.- 6. Dezember 2011 wird das Permanent People´s Tribunal (PPT) Menschenrechtsfälle verhandeln, die von Bauern, Landarbeitern, Müttern, Wissenschaftlern und Verbrauchern aus verschiedensten Ländern dieser Welt vorgetragen werden. Sechs multinationale Pestizid-Konzerne werden angeklagt, gegen Menschenrechte zu verstoßen, weil sie die Abhängigkeit von Pestiziden fördern, von denen bekannt ist, dass sie das international anerkannte Recht auf ein gesundes Leben unterminieren.

Die angeklagten Pestizid-Konzerne sind Monsanto, Dow, BASF, Bayer, Syngenta und DuPont. Diese "Big6" kontrollieren gemeinsam 71% des globalen Pestizid-Marktes und rund 58% des weltweiten kommerziellen Saatgut-Marktes, wodurch die Pestizid- und Agro-Gentechnik-Industrie einen der am stärksten konsolidierten Wirtschaftszweige der Welt darstellt.

Neben den Konzernen werden auch der Internationale Währungsfond, die Weltbank und die Welthandelsorganisation angeklagt, weil sie durch ihre Politik und durch ihre Programme die Konzentration und Macht von Konzernen begünstigen. Außerdem werden die Regierungen der Schweiz, Deutschlands und der Vereinigten Staaten von Amerika, in denen die sechs Konzerne ihren Hauptsitz haben, angeklagt, weil sie die Macht der Konzerne nicht ausreichend regulieren.

Das Permanent People´s Tribunal (PPT) wurde 1979 gegründet, um auf massive Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen, die institutionell niemals aufgegriffen und verhandelt wurden. Das Verfahren folgt den strengen Regeln einer juristischen Verhandlung und bezieht sich auf existierendes Recht und internationale Regelungen wie die internationale Menschenrechtsgesetzgebung oder die UN Deklaration für Menschenrechte. Das PPT findet in diesem Jahr in Bangalore/Indien statt.

Einladung zum Pressegespräch am 12. Dezember 2011 in Bonn

zum Permanent People´s Tribunal (3.- 6. Dezember 2011) in Indien "Menschenrechtsverletzungen durch Pestizid-Konzerne"

Datum/Zeit: 12. Dezember 2011, 10:30 bis 11:30 Uhr Ort: Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37, 53113 Bonn

Ihre Gesprächspartner

· Sarojeni V. Rengam, Direktorin, PAN Asia and the Pacific, Penang/Malaysia: berichtet über das Permanent People´s Tribunal, über die Anklagen und den Urteilsspruch

· Francois Meienberg, Co-Geschäftsleiter, Erklärung von Bern, Bern/Schweiz: stellt ein neues Gutachten vor über die Pflicht von Pestizidkonzernen, Menschenrechte zu respektieren.

· Philipp Mimkes, Geschäftsführer, Coordination gegen BAYER-Gefahren, Deutschland: berichtet über die Befassung des Tribunals mit dem Bienensterben durch BAYER-Pestizide

· Carina Weber, Geschäftsführerin, PAN Germany, Hamburg/Deutschland: stellt Ergebnisse einer neuen PAN Germany Recherche über die aktuelle Vermarktung hochgefährlicher Pestizide durch deutsche/schweizer Konzerne vor.

Hintergrund Menschrechte: Pestizid-Konzerne werden angeklagt

Näheres zum Permanent People´s Tribunal finden sie auf: www.agricorporateaccountability.net

Pesticide Action Network (PAN) International PAN International ist ein globales Netzwerk von mehr als 600 Organisationen in über 90 Ländern, das sich seit 1982 für eine Reduzierung der Abhängigkeit von Pestiziden einsetzt.

Für Rückfragen:

Carina Weber, Tel. 040-3991910-23, E-Mail: carina.webe @ pan-germany.org Philipp Mimkes, 0211-333 911, CBGnetwork@aol.com

Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) eMail CBGnetwork @a ol.com Internet www.CBGnetwork.org Twitter: twitter.com/BayerGefahren Facebook www.facebook.com/pages/Coordination-gegen-BAYER-Gefahren-CBG/127538777294665

Tel 0211-333 911, Fax 0211-333 940

Beirat
Prof. Dr. Jürgen Rochlitz, Chemiker, ehem. MdB, Burgwald
Dr. Sigrid Müller, Pharmakologin, Bremen
Prof. Dr. Anton Schneider, Baubiologe, Neubeuern
Prof. Rainer Roth, Sozialwissenschaftler, Frankfurt/M.
Prof. Jürgen Junginger, Designer (i.R.), Krefeld
Dr. Erika Abczynski, Kinderärztin, Dormagen
Eva Bulling-Schröter, MdB, Berlin
Dr. Janis Schmelzer, Historiker, Berlin
Wolfram Esche, Rechtsanwalt, Köln

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