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Flussausbau

Umwelschützer gegen Elbe-Saale-Kanal

Mit Verärgerung hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf den Brief aus dem Bundesverkehrsministerium an das Bundesumweltministerium reagiert, in dem ein Raumordnungsverfahren für den geplanten Saale-Elbe-Kanal angekündigt wird. Der Kanalbau an der Saale sei nicht nur unwirtschaftlich, er würde auch Zwänge schaffen, im Anschluss daran die noch weitgehend naturbelassene Elbe weiter zur Wasserstraße auszubauen. Diese Vorhaben widersprächen dem rot-grünen Koalitionsvertrag. Nach der Hochwasserkatastrophe von 2002 habe Konsens bestanden, die Elbe in ihrem Naturzustand zu belassen und alle Bauvorhaben entlang der Flüsse auf den Prüfstand des ökologischen Hochwasserschutzes zu stellen.

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Polnische Wasserverwaltung schafft Fakten mit illegalem Oder-Ausbau

An der Grenzoder zwischen Hohensaaten und Bielinek erfolgen zurzeit massive wasserbauliche Aktivitäten durch die polnische Wasserbauverwaltung. Es werden sowohl neue Buhnen angelegt als auch unverbaute Ufer massiv befestigt. Dabei wurden unter anderem naturnahe Altarme und Ausbuchtungen vom Flusslauf abgeschnitten. Negative Auswirkungen auf das Strömungsverhalten und die Hochwassergefahr können nicht ausgeschlossen werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) kritisiert diese Baumaßnahmen aufs Schärfste, denn sie stellen einen Ausbau dar, zu dem sowohl ein Planfeststellungsverfahren als auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) fehlen.

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BUND kritisiert tschechische Staustufenpläne an der Elbe

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert den erneuten Vorstoß Tschechiens, den Bau zweier Staustufen in der Elbe kurz vor der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland mit Macht durchzusetzen. "Ein Staustufenbau wäre ein weiterer Schritt zur Betonierung des letzten, über weite Strecken frei fließenden Flusses Mitteleuropas und eine Wiederholung all jener Fehler, die in Westeuropa im Umgang mit Flüssen gemacht wurden", warnt der Leiter des BUND-Elbeprojektes, Ernst Paul Dörfler.

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Freier Lauf für Havel und Spree - Verkehrsprojekt 17 beenden

Aktive des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) demonstrierten am Freitag bei der Eröffnung der Elbe-Schiffsbrücke östlich von Magdeburg durch Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe. "Die Schiffe den Flüssen anpassen, nicht die Flüsse den Schiffen" forderten die Umweltschützer. Die Brücke ermögliche ein wirtschaftliches Befahren der Ost-West-Verbindung für die Binnenschifffahrt. Der weitere Ausbau von Havel und Spree sei daher ökologisch und ökonomisch nicht vertretbar.

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BUND fordert von Stolpe: Klimawirkungen auf Elbe prüfen

Das BUND-Projekt "Dialog im Boot 2003" wurde am Wochenende nach insgesamt 155 zurückgelegten Flusskilometern und über 200 Teilnehmern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Politik erfolgreich beendet. Das anhaltende Niedrigwasser bereitete der Schlauchboottour keine Schwierigkeiten. Doch gerade das Thema Klimawandel rückte in den Mittelpunkt der letzten Etappe von Roßlau nach Brambach.

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Befürworter des Saalekanals arbeiten mit gezielten Falschinformationen

Der Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt (VHdS) arbeite offensichtlich mit Falschinformationen, um bei Politikern die Zustimmung zum Bau eines Saalekanals zwischen Calbe und der Mündung zu erwirken, für den die Baukosten 80 Millionen Euro betragen sollen. Anlässlich eines Besuches bei der Solvay-Soda Deutschland GmbH in Bernburg wurde dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Manfred Püchel mitgeteilt, die „Umweltverträglichkeit des Kanalprojektes“ sei „gesichert“. Das Bundesamt für Naturschutz Bonn (BfN), so heißt es in der VHdS-Mitteilung, habe eine entsprechende Bewertung des Bauvorhabens abgegeben. Auf Anfrage des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) teilte das BfN hingegen mit: "Diese Aussage entbehrt jeder Grundlage." Das Bundesamt kündigte eine umgehende schriftliche Richtigstellung an.

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Weserausbau geht ohne Rücksicht auf die Natur weiter

Die Umweltorganisationen Aktionskonferenz Nordsee und ROBIN WOOD fordern, dass der Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans keine weiteren Ausbauvorhaben an der Weser ausweist. "Dabei drohen die Auswirkungen auf Natur und Umwelt nicht beachtet zu werden", so die Umweltorganisationen. Die weseransässige Häfenwirtschaft möchte aus Konkurrenzgründen die Unterweser zwischen Bremen und Bremerhaven ausbauen. Schiffe mit bis zu 11.10 m sollen tideunabhängig bis Bremen-Osterort (heute 10.50 m) fahren können, Schiffe bis zu 12.80 m Tiefgang (heute 11.90 m) bis Brake.

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Bundesverkehrswegeplan 2003 schreibt Ausbau an Elbe und Saale fort

Im Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplanes steht wieder der Saale-Elbe-Kanal, wie in diesen Tagen veröffentlicht werden soll. Dieser Kanal, geplant für den ganzjährigen Verkehr mit Europaschiffen (1350 Tonnen), würde die Kanalisierung der Elbe nach sich ziehen, wo derzeit die Schiffe im Durchschnitt der letzten Jahre nur 300 t geladen haben. Dieser Kanal sei volkswirtschaftlich sinnlos, da der Bedarf nach Massenguttansporten per Schiff auf dieser Relation seit Jahrzehnten schrumpft, kritisiert die Bürgerinitiative gegen den Flussausbau.

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Bürgerinitiative Pro Elbe empört über angekündigte Fluss-Bauarbeiten

Mit äußerster Verwunderung und Empörung, aber auch Enttäuschung hat die Bürgerinitiative Pro Elbe die jüngsten Verlautbarungen des Bundesverkehrsministers Stolpe in einem Artikel der „Volksstimme“ Magdeburg aufgenommen. Die dort aufgeführten Begründungen, die den Bau-Stopp an unserer Elbe aufheben sollen, seien nicht nachvollziehbar und veraltet. Bekanntermaßen befinde sich auch die tschechische Elbflotte in Konkurs. Daher sei der Bedarf der tschechischen Elbschiffer am Flussausbau zweifelhaft. Im Namen der 20.000 Bürger, die sich durch ihre Unterschrift gegen den bislang praktizierten Umgang mit der Elbe wenden, fordert die Bürgerinititive eine Klarstellung der Fakten.

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20 000 Unterschriften für die frei fließende Elbe übergeben

Unter der Leitung des anhaltischen Kirchenpräsidenten Helge Klassohn wurden am Donnerstag 20 000 Unterschriften für den Schutz der Elbe dem Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe in Berlin übergeben. Die Elbschützer von Dresden bis Hamburg drückten mit ihrer Aktion „Christinnen und Christen für die Elbe 2002“ ihre Sorge über die Zukunft der Elbe aus und lobten gleichzeitig den von der Rot-Grünen Koalition ausgesprochenen Baustopp. Sie forderten einen nachhaltigen Umgang mit Flüssen sowie ein Gesamtkonzept für die Elbe. Dem Hochwasserschutz und neuen Überflutungsflächen müsse Priorität zukommen.

Flussausbau nach der Flut

Fischer: "Stoibers Donaupläne sind unsinnig"

Außenminister Joschka Fischer (Grüne) fordert vom bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) Konsequenzen aus dem jüngsten Hochwasser. Fischer kritisierte am Montag auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg, trotz dieser Katastrophe halte Stoiber an der Kanalisierung der Donau fest. Der Grünen-Politiker fügte hinzu: "Ich appelliere an die Staatsregierung, endlich ihre ökologische Vernunft einzuschalten und dieses unsinnige Projekt einzustellen."