Bis 15. Dezember Internet-Stimmen gegen Tiertransporte gesucht

Tierschutzbund

Die Bürgerinnen und Bürger Europas sind aufgefordert, Stellung zu beziehen zum Schutz der Tiere bei Transporten und damit Einfluss zu nehmen auf das zukünftige Schicksal der 360 Millionen Tiere, die Jahr für Jahr quer durch Europa transportiert werden. Ermöglicht wird dies durch die offene Online-Konsultation, die die Europäische Kommission bis zum 15. Dezember abhält. Im Netz können alle ihre Vorstellungen von einem angemessenen Tierschutz durch einen Eintrag in das Portal mitteilen. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an alle verantwortungsbewussten Menschen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen und damit seine derzeitige Kampagne gegen sinnlose Tiertransporte zu unterstützen.

Die Bedingungen, unter denen Millionen Tiere tagtäglich quer durch Europa transportiert werden, seien grausam. Die Mehrheit der Bevölkerung spreche sich daher gegen diese sinnlosen Transporte lebender Tiere über Tausende von Kilometern aus. Jetzt haben die Bürgerinnen und Bürger Europas durch die Online-Konsultation die Gelegenheit, ihren Unmut über die unzureichenden Bestimmungen zum Schutz der Tiere zum Ausdruck zu bringen. Auch ihre Wünsche und Vorstellungen, wie Tiere vor den überflüssigen und sinnlosen Grausamkeiten der Transporte geschützt werden sollen, könnten sie den Verantwortlichen mitteilen.

"Das ist eine einmalige Gelegenheit, den Entscheidungsträgern endlich einmal den Willen der Bevölkerung deutlich vor Augen zu führen", begrüßt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die Einrichtung des Portals. "Daher ergeht mein dringender Appell an alle tierlieben Menschen, sich an der Konsultation zu beteiligen. Machen Sie deutlich, dass sie hinter den Forderungen zum Schutz der Tiere stehen, die der Deutsche Tierschutzbund vertritt. Erheben Sie Ihre Stimme zum Wohl der Tiere. Jetzt! Denn jetzt haben Sie die Chance gehört zu werden", so Apel abschließend.

Der Deutsche Tierschutzbund ruft dazu auf, folgende Forderungen zu unterstützen: Schlachttiere sollen nur bis zum nächstgelegenen Schlachthof transportiert werden, Tiere sollten nicht länger als vier Stunden innerhalb Deutschlands oder acht Stunden international gefahren werden, EU-Transportsubventionen seine zu streichen, europaweit einheitliche verschärfte Kontrollen und das Verbot elektrischer Treibhilfen.

In der EU soll in den nächsten Monaten über eine Änderung der geltenden Bestimmungen und Vorschriften entschieden werden.