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Ausprobieren erwünscht - Neues "Kinderreich" im Deutschen Museum München

Museum für Kinder

Das 1300 Quadratmeter große Kindermuseum gehört ab Donnerstag den kleinen Forschern. Eltern und Lehrer dürfen sie nur begleiten. Kinder müssen sich dagegen an fast keine Regeln halten. Anfassen, Klettern und Toben ist erwünscht - Denken, Forschen und Lernen erhofft. Statt andächtigem musealen Flüstern wünscht sich Generaldirektor Wolf Peter Fehlhammer Lärm, Krach und Musik von der "bisher vernachlässigten, aber wunderbarsten Zielgruppe, den Kindern".

Sein "Herzenswunsch" hat rund eine Million Euro gekostet, finanziert wurde es vom Freistaat sowie durch Spenden. Nun stehe in München das "schönste Kindermuseum der Welt - ohne Kaufhausplastikschund, sondern mit vielen Originalen und Unikaten", schwärmte Fehlhammer vor der Eröffnung. Hier sollen die Kinder selbst die Welt erforschen und sich nicht von Wissenschaftlern die Welt erklären lassen.

Eine Brücke führt die Kinder zu "Draußen ist die Welt: Natur, Welt, Wasser". Hier können sie in einer großen Wasserlandschaft mit Schleusen und Schrauben, Wehren und Wasserrädern in den Strömungsverlauf eingreifen, Schiffe umleiten oder sich unter einen rauschenden Wasserfall stellen. Zupacken, anfassen und bauen müssen die kleinen Forscher im Bereich "Stark und schnell: Kraft, Bewegung, Energie". Zahnräder greifen ineinander, Pendel schweben durch den Raum, und ein Laufrad hilft dabei, die Schwerkraft zu überlisten. Ein knallrotes altes Feuerwehrauto samt Sirene, Lichter, Helmen und Westen lässt manchen Kinder-Berufswunsch wahr werden.

"Ich und du: Kommunikation" beschäftigt sich mit geheimen Zeichen und Botschaften. An mehreren Computern können Kinder ihre Sprachfertigkeit unter Beweis stellen und Rätsel lösen. Die Ausstellung "Hell und Dunkel: Licht, Optik, Astronomie" beantwortet Kinderfragen wie "Warum ist der Mond nicht immer rund?" oder "Was macht der Schatten?". Richtig viel Krach machen dürfen die Besucher im Themenpark "Laut und Leise: Schall, Akustik, Musik". Instrumente wie Schlagzeug, Gitarre und Trommeln warten auf musikalische und unmusikalische Kinder. Wer schon immer wissen wollte, wie eine Gitarre von innen aussieht, muss keine auseinandernehmen, sondern kann das meterlange Rieseninstrument betreten und durch die Saiten nach außen blicken.

Das Tanagra-Theater wird vor allem die älteren Kinder begeistern: der Theaterkasten projiziert und verkleinert mit Hohlspiegeln Menschen auf Puppengröße. Weitere Highlights des Kindermuseums sind ein auf der Wiese im Außenbereich gestrandeter alter Seenotkreuzer, eine Leseecke und ein Spielplatz mit großen Bauklötzen. Das Museum ist ein Freiraum für kleine Forscher und für die ganze Familie.

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