Weniger Kinobesucher

Der Krieg ist Schuld

Die Zahl der Kinobesucher wie auch die Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten sind in Deutschland im ersten Quartal 2003 gesunken. Damit setzt sich ein Trend fort, der auch das Gesamtjahr 2002 im Vergleich zum Rekordjahr 2001 kennzeichnete, berichtet die Filmförderungsanstalt (FFA). Eine positive Entwicklung sei hingegen die deutliche Steigerung des Marktanteils deutscher Filme auf 21,2 Prozent, die wesentlich auf den Erfolg des Nachwende-Films Good Bye Lenin zurückzuführen sei. Die Zahl der Kinobesucher sank aber im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 Prozent auf 39,7 Millionen, was nur knapp über dem Niveau des Jahres 1999 liegt.

Im Vorjahr gingen in den ersten drei Monaten 45 Millionen Menschen ins Kino, im Rekordjahr 2001 sogar 46,2 Millionen. Der Umsatz aus dem Verkauf von Kinokarten sank um 12,6 Prozent auf 235,8 Millionen Euro und liegt damit knapp über dem Umsatz des Jahres 2000 (234 Millionen Euro). Der durchschnittliche Eintrittspreis fiel um fünf Cent auf 5,94 Euro. Die FFA führt den Rückgang bei Besucherzahlen und Umsätzen auf die konjunkturelle Lage, weniger umsatzstarke Filme sowie die verstärkte DVD-Piraterie zurück.

Die Home-Entertainment-Branche stagniere laut FFA auf hohem Niveau. In den vergangenen beiden Jahren konnte sich dieser Bereich über Umsatzsteigerungen von mehr als 30 Prozent freuen. Auch in den ersten beiden Monaten 2003 stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Im März musste jedoch ein Umsatzeinbruch um 10,9 Prozent hingenommen werden, der insgesamt zu einem Minus von 1,2 Prozent führe. Die FFA führt dies neben dem Irak-Krieg vor allem auf das illegale Downloaden und Brennen auf DVD zurück.