Bahn und Sony planen Stellenabbau

Entlassungen

Der japanische Elektronikkonzern Sony will künftig mit deutlich weniger Mitarbeitern auskommen und plant zwischen 15.000 und 20.000 Stellen abzubauen. Das entspreche rund 10 Prozent der weltweit 160.000 Mitarbeiter. Der Stellenabbau solle bis Ende März 2006 vollzogen werden insbesondere durch Anreize zu vorzeitigem Ruhestand und weniger Neueinstellungen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun". Auch die Deutsche Bahn will nach Berichten des Tagesspiegel bis Ende 2005 rund 3.000 Stellen streichen. Er beruft sich dabei auf "interne Unterlagen".

Sony dementiert die Angaben zu den Entlassungen und verweist auf die geplante Veröffentlichung der Umstrukturierungen am 28. Oktober. Im Rahmen der Restrukturierung solle zudem die Produktion von Kathodenstrahlröhren für Fernseher in Japan bis zum Ende des kommenden Jahres eingestellt werden. Grund dafür sei ein erwarteter Rückgang beim Verkauf konventioneller Fernsehgeräte und eine erhöhte Nachfrage nach Flachbildschirmen.

Bei der Deutschen Bahn solle es die stärksten Kürzungen soll es demnach bei Zugbegleitern und im Vertrieb geben, so der Tagesspielgel. Betriebsbedingte Kündigungen seien aber ausgeschlossen, denn bis Ende 2004 gelte ein Beschäftigungspakt. Somit sei zu rechnen, dass frei werdende Stellen nicht neu besetzt würden.

Aus Gewerkschaftskreisen zitierte der Tagesspiegel Informationen, wonach 37.000 der insgesamt 210.000 Stellen bei der Bahn gekürzt werden sollen. Vorstand Hartmut Mehdorn wolle damit den Konzern aus der Verlustzone fahren. Bis 2005 solle die Bahn reif für die Börse sein, unabhängig davon, welchen Zeitplan die Regierung für die Privatisierung vorgibt.

Zweifel an der "Börsenfähigkeit" der DB äußerte auch die Wirtschaftswoche in ihrer jüngsten Ausgabe. Dazu erklärte die Bahn in einer Aussendung: "Die Darstellung entbehrt in weiten Teilen jeglicher Grundlage und ist im übrigen schlicht falsch. Von einer Korrektur der Mittelfristplanung kann keine Rede sein." Die Planung werde jährlich entsprechend der wirtschaftlichen Entwicklung und anderen Prämissen angepasst. In diesem Planungsprozess befände sich die Bahn derzeit.