Erstes Zentrum für Deutschland- und Europastudien in Russland

St. Petersburg

Das weltweit fünfzehnte Zentrum für Deutschland- und Europastudien (ZDES) wird am 26. April im "Petersaal" der Universität St. Petersburg von DAAD-Generalsekretär Dr. Christian Bode, dem Leiter der Abteilung Kultur und Bildung des Auswärtigen Amtes, Ministerialdirektor Wilfried Grolig, und den Rektoren der beteiligten Partneruniversitäten, Professorin Ludmilla Werbitskaja (Universität St. Petersburg) und Professor Dieter Timmermann (Universität Bielefeld), eröffnet.

Initiiert wurde das ZDES im Rahmen des Petersburger Dialogs zwischen Deutschland und Russland. Unter dem Motto "Deutschland in Europa" will das Zentrum jungen Multiplikatoren ein zeitgemäßes Wissen über Deutschland und Europa vermitteln. Aufbauend auf einer zehnjährigen Kooperation zwischen den Fakultäten für Soziologie der Universitäten Bielefeld und St. Petersburg konzentriert sich das ZDES auf die Sozial- und Kulturwissenschaften.

Kern des Ausbildungsprogramms ist der zweijährige Master-Studiengang "Studies in European Societies", der von deutschen und russischen Lehrkräften getragen und im September starten wird. Ein Daten- und Informationspool zu Themen, Personen, Projekten und Programmen der Deutschland- und Europastudien sowie eine Fachbibliothek befinden sich im Aufbau. Der DAAD gewährleistet für einen Zeitraum von zunächst fünf Jahren die notwendige Anschubfinanzierung des ZDES.

Zur Eröffnung des Zentrums findet eine Podiumsdiskussion zum Thema "Europäische Gesellschaft oder Europäische Gesellschaften? - Russische und deutsche Perspektiven" statt, an der zwei Nestoren der deutschen Politikwissenschaft und Soziologie, Prof. M. Rainer Lepsius und Prof. Klaus von Beyme, sowie die anerkannten Historiker und Kulturwissenschaftler Prof. Boris Ananitsch und Dr. Ivan Czeczot aus St. Petersburg teilnehmen werden.