Bundeskanzler Schröder sieht friedensfördernde Dimension der Energiewende

"renewables 2004"

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in der Weltenergiekonferenz "renewables 2004" eine wichtige Etappe beim globalen Klima-, Ressourcen- und Umweltschutz. Angesichts hoher Energiepreise, einer zunehmenden Rohölverknappung und des daraus resultierenden Konfliktpotenzials habe auch Bundeskanzler Schröder in seiner Konferenzrede am Donnerstag die friedensfördernde Dimension einer neuen Energiepolitik herausgestellt.

Angelika Zahrnt, Vorsitzende des BUND: "Kanzler Schröder hat in seiner Rede deutlich gemacht, dass den Worten und Absichtserklärungen nun konkrete Taten folgen müssen. Dies begrüßen wir. Nur mit einer zukunftsfähigen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien werden Armut, Hunger und Kriege um Ressourcen vermieden. Deutschland kann jetzt auch mit Hermes-Exportbürgschaften für regenerative Stromerzeugungsanlagen die globale Energiewende beschleunigen."

Der Weltenergiekonferenz müsse jetzt ein Prozess folgen, bei dem an klar definierten Wegmarken verbindliche Vorgaben für den weiteren Ausbau regenerativer Energien stünden. Ziel müsse eine global zukunftsfähige Energieversorgung sein. Neben dem Ausbau erneuerbarer Stromquellen könne Deutschland auf nationaler Ebene durch massive Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung, Programme im Bereich der Gebäudesanierung, Verkehrsvermeidung und effektive Maßnahmen zum Ausschöpfen der Stromsparpotenziale weitere Beiträge zum Klimaschutz leisten.

Die Begünstigung fossiler Energieträger wie durch Steinkohlesubventionen in Höhe von 3,7 Milliarden Euro allein im Jahr 2002 oder die Kernfusionsforschung mit 113,6 Millionen Euro allein in 2002 müssten beendet werden. Diese Mittel könnten für Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energien und zur Unterstützung der Energiewende in Entwicklungs- und Schwellenländern eingesetzt werden.