Präsident der Mayors for Peace wirbt für nukleare Abrüstungsbemühungen

Hiroshimas Bürgermeister in Berlin

Ob durch Terroristen, "Schurkenstaaten" schlichte Unfälle oder neu entwickelte Atomwaffen: Die Bedrohung durch nukleare Waffen sei selten so groß gewesen wie heute. Die einzige Möglichkeit, dieser Bedrohung zu entgehen, ist die weltweite restlose Abschaffung dieser Waffen. Für diese Abschaffung kämpft der Bürgermeister von Hiroshima, Tadatoshi Akiba. Aus diesem Grund ist er in Berlin. Der Trägerkreis "Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen" hat den Besuch Akibas in Berlin ermöglicht.

Der Präsident der Organisation der Mayors for Peace sagte während einer Pressekonferenz am Freitag: "Wir Bürgermeister haben die besondere Verpflichtung, das Leben und das Eigentum unserer Bürger zu schützen. Gemeinsam vertreten wir den Willen der überwältigenden Mehrheit aller Menschen dieser Erde, der Bedrohung durch Atomwaffen ein Ende zu bereiten." Akiba wirbt für die Beteiligung der deutschen Bürgermeister für den Frieden an einer Delegation, die der internationalen Gemeinschaft während der Überprüfungskonferenz des nuklearen Nichtverbreitungsvertrages (NVV) im Mai in New York einen detaillierten Plan zur Abschaffung aller Atomwaffen vorlegen wird.

Bürgermeister Akiba informiert sich in Berlin über den Hiroshima-Nagasaki Peace Studie Course an der Technischen Fachhochschule trifft und den Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses Walter Momper, der seinerzeit als Regierender Bürgermeister Mitglied der Mayors for Peace wurde. Im Anschluss daran spricht sich Akiba bei Außenamts-Staatsministerin Kerstin Müller für ein starkes friedenspolitisches Engagement Deutschlands bei den Verhandlungen um den NVV aus.

Der Vizepräsident der Mayors for Peace, der Oberbürgermeister der Stadt Hannover Dr. Herbert Schmalstieg, wies auf den Erfolg der Dringlichkeitskampagne "2020 Vision" von Bürgermeister Akiba hin, die einen sprunghaften Anstieg der Mitgliedszahlen der Mayors for Peace vor allem in Deutschland zur Folge hatte: "Wir haben nun fast 200 Mitglieder in Deutschland und rund 700 weltweit. Je mehr Gemeinden es werden, desto mehr Nachdruck können wir unserer Forderung nach Abschaffung aller Atomwaffen verleihen."

Stephan Kolb, der Vorsitzende der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) forderte: "Deutschland muss atomwaffenfrei und die nukleare Teilhabe beendet werden. Wir dürfen nicht auf einem Auge blind sein. Nur wer selbst auf Atomwaffen verzichtet, kann von Staaten wie dem Iran glaubwürdig einen Verzicht verlangen."