Mehr Dieselfahrzeuge mit Partikelfilter auf dem Markt

Feinstaub

Die Zahl der Neufahrzeuge mit Dieselantrieb und eingebautem Partikelfilter steigt. Nach Angaben des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) sind inzwischen 86 Pkw-Modelle mit Partikelfilter in unterschiedlichen Ausstattungs-, Karosserie- und Motorvarianten erhältlich. Das seien 25 mehr als im November 2005. Vorreiter unter den deutschen Herstellern sei Mercedes-Benz, der alle neuen Diesel-Pkw serienmäßig mit Filter gegen Rußpartikel ausliefere. Auch bei Audi und BMW gebe es inzwischen Partikelfilter in der gesamten Modellpalette, zum Teil allerdings nur wahlweise gegen Aufpreis. Positiv hervorzuheben seien außerdem die Fortschritte bei Volkswagen. "Der öffentliche Druck und die Arbeit der Umweltorganisationen hat gewirkt", so die Einschätzung von Hermann-Josef Vogt, stellvertretendem VCD-Bundesvorsitzenden. Weniger gut sehe es allerdings bei kleinen Dieselfahrzeugen aus.

"VW war jahrelang der vehementeste Blockierer in Sachen Filter. Nun bietet der Konzern endlich sein Massenmodell Golf mit Filter an - wenn auch nur in drei von fünf Motorisierungsvariante und zweimal nur gegen Aufpreis", so Vogt. Nach Angaben von VW hatten etwa 50 Prozent aller im Januar 2006 produzierten Diesel-Pkw einen Filter.

Schlusslichter im Wettbewerb um saubere Diesel seien die japanischen Hersteller Toyota und Honda. Toyota habe mit dem so genannten D-Cat zwar die modernste Abgasreinigungstechnik, die nicht nur Partikel eliminiere, sondern auch den Ausstoß von Stickoxiden (NOx) deutlich reduziere. Jedoch werde diese Technik erst in viel zu wenigen Fahrzeugen eingebaut. Schlecht stehe auch der Autobauer Ford da, der nur drei Modelle mit Filter anbiete.

Nach wie vor fehle aber ein Angebot kleiner Diesel-Pkw mit Filter. "Weder den VW Polo, noch den Opel Corsa oder den Ford Fiesta gibt es mit Rußfilter. Gerade die kleinen Stadtfahrzeuge verpesten also weiterhin ungehemmt unsere Atemluft", so Gerd Lottsiepen vom VCD. Eine besondere Mogelpackung habe hier Smart aus dem Daimler-Chrysler-Konzern im Programm. Den "fortwo" biete der Hersteller lediglich mit einem ungeregelten Filtersystem an. "So ein Filter hält nicht einmal die Hälfte der anfallenden Rußpartikel zurück", warnt Lottsiepen und rät vom Kauf dringend ab.