Gewerkschaften und Sozialverbände gegen Rente mit 67

"Demographie schon berücksichtigt"

Gewerkschaften und Sozialverbände wollen gemeinsam gegen die Regierungspläne zur Rente mit 67 vorgehen. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer sagte am Mittwoch in Berlin, die Regierung nutze die demografische Entwicklung, um Leistungsverschlechterungen zu begründen. Diese Entwicklung sei aber schon Anfang der neunziger Jahre in Rentengesetzen berücksichtigt worden. Auch sei nicht zu erwarten, dass sich die Beschäftigungschancen für Ältere, wie von der Regierung erhofft, verbessern würden. Die Rente mit 67 bedeute daher letztlich nur, dass die Abschläge beim vorzeitigen Renteneintritt noch größer als heute ausfallen würden.

Kern der Finanzprobleme der Rentenkassen sei der Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, sagte Engelen-Kefer auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vertretern von Sozialverbänden. Seit 2001 seien 1,6 Millionen solcher Arbeitsplätze weggefallen. Die DGB-Vizechefin forderte, die Zahl der Minijobs, Ein-Euro-Jobs und Ich-AGs zurückzufahren. Sie sprach sich ferner für eine Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge aus.