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Energiekonzern E.On soll Reise für Ehepaar Thönnes bezahlt haben

Bundesarbeitsministerium

Der Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Franz Thönnes, steht schwer unter Druck: Der SPD-Politiker soll bei einer vom Energie- und Atomkonzern E.On bezahlten Reise seine Frau als Angehörige des Ministeriums geführt haben, berichtet "Spiegel Online". Nun will die Staatsanwaltschaft Köln wegen des Verdachts der Vorteilsannahme gegen den schleswig-holsteinischen Bundestagsabgeordneten aus Bad Segeberg ermitteln.

Die Staatsanwaltschaft habe den Bundestagspräsidenten in einem dem Nachritenportal vorliegenden Schriftsatz gebeten, die Immunität des Parlamentariers aufzuheben.

Der Vorwurf laut "Spiegel Online": Thönnes soll für eine vom Stromversorger E.on Ruhrgas AG bezahlte Norwegenreise seine Ehefrau Rita als Mitarbeiterin ausgegeben haben. 15 Personen nahmen laut Staatsanwaltschaft Köln vom 25. bis zum 27. Juli 2003 an der Norwegen-Reise teil, die Kosten beliefen sich demnach auf 4619,93 Euro pro Person. "Angesichts dieser Erkenntnisse bestehen zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für die Annahme, dass sich der von seiner Ehefrau begleitete Abgeordnete Thönnes durch die Teilnahme an der Reise nach Norwegen der Vorteilsannahme gemäß Paragraph 331 Absatz 1 Strafgesetzbuch strafbar gemacht haben könnte", heißt es den Angaben zufolge in dem Schreiben des Leitenden Oberstaatsanwalts.

Thönnes war von Oktober 2002 bis 2005 parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium. Nach der Bundestagswahl 2005 wechselte er das Ressort. Von 1999 bis 2003 war der Politiker SPD-Vorsitzender in Schleswig-Holstein. Seit 1994 sitzt der gelernte Industriekaufmann im Bundestag.

Von 1979 bis 2002 war Thönnes Gewerkschaftssekretär der IG Chemie - Papier - Keramik, darunter Bezirkssekretär und Geschäftsführer, bis 1994 in Hamburg.

 
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