E.On will Gaspreise senken

Um wie viel ist unklar

Der nach dem europaweiten Stromausfall, nach Störfällen in Atomkraftwerken, der Vergnügungsreisen-Affäre und nach erheblichen Energiepreisanhebungen heftig in die Kritik geratene Energiekonzern E.On hat jetzt angekündigt, im kommenden Jahr die Gaspreise senken zu wollen. Um wie viel die Gaspreise der Konzernunternehmen sinken sollen, verrät der Konzern allerdings nicht. Das Unternehmen bezeichnete das Vorhaben selbst als "gute Nachricht für Gasverbraucher". Nach Darstellung von E.On hat diese Ankündigung nichts mit den Image-Problemen des Konzerns zu tun. Grund seien fallende Ölpreise.

Hierbei wirkten sich "insbesondere" die "inzwischen" niedrigeren Ölpreise aus – "die Ölpreisbindung ist also keine Einbahnstraße", so E.On. Obwohl die Ölpreise bereits niedriger sind, soll der Gaspreis nur schrittweise und in unbekanntem Umfang gesenkt werden.

Der in die Kritik geratene Konzern will die Kostenvorteile durch die Ölpreissenkungen - ganz oder zum Teil - dieses Mal erheblich schneller an die Kunden weitergeben, wie der Konzern schreibt: "E.ON Ruhrgas senkt zum Jahresanfang die Lieferpreise für Regionalversorger und Stadtwerke. Dabei folgen die Gaspreise den Ölpreisen deutlich schneller als bei den letzten Preiserhöhungen." E.ON Ruhrgas habe die Preisanpassungen in "fast allen" Lieferverträgen mit ihren weiterverteilenden Kunden "beschleunigt".

Auch die Regionalversorgungsunternehmen des E.ON-Konzerns senken im kommenden Jahr die Gaspreise, verspricht der Energiekonzern. Neben den zurückgegangenen Gasbezugskosten wirkten sich dabei niedrigere Netznutzungsentgelte aus. Die Zeitpunkte der Preissenkungen seien von den Bezugsverträgen mit den jeweiligen Vorlieferanten abhängig.

Bei E.ON Mitte, E.ON edis, E.ON Bayern und E.ON Avacon zahlen die Privatkunden den Angaben zufolge ab 1. Januar 2007 niedrigere Nettopreise für ihr Erdgas. E.ON Hanse, E.ON Westfalen Weser und E.ON Thüringer Energie würden ihre Erdgaspreise "schnellstmöglich" senken.