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Merkel fordert soziale Mindeststandards in Schwellenländern

"Gerecht"

Die Konkurrenz zwischen den in der informellen Gruppe der G8 versammelten führenden Industriestaaten und den wirtschaftlich erstarkenden Schwellenländern wird härter. Während die Industriestaaten in den vergangenen Jahren soziale Standards abgebaut haben, verlangen sie jetzt von großen Schwellenländern wie China und Indien, soziale Mindeststandards zu schaffen. In einem Gastbeitrag für den "Berliner "Tagesspiegel" schreibt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): "Wir wollen der Globalisierung ein menschliches Gesicht geben. Wir brauchen daher die Anerkennung sozialer Mindeststandards. Die Entwicklung sozialer Sicherungssysteme in Schwellenländern ist eine wichtige Zukunftsaufgabe, um den rasanten Industrialisierungsprozess gerecht zu gestalten."

In Heiligendamm werden neben den G8-Staaten auch Präsidenten und Ministerpräsidenten aus den aufstrebenden Schwellenländern China, Brasilien, Indien, Mexiko und Südafrika teilnehmen. Geplant sind ferner Gespräche mit Vertretern der afrikanischen Staaten Ägypten, Algerien, Nigeria, Senegal und Ghana.

Merkel kündigte eine "neue Form des Dialogs" mit beiden Staatengruppen an. Es gehe um einen "Dialog auf Augenhöhe", behauptet die deutsche Kanzlerin. Der Gipfel solle ein "Angebot zu "echter Partnerschaft" bei der Lösung der globalen Herausforderungen" sein.

Attac: Nicht Afrika, sondern den Konzernen soll geholfen werden

Globalisierungskritiker wie das Netzwerk Attac glauben nicht an die freundlichen Worte der G8-Staaten gegenüber der so genannten 3. Welt. Die G8 sei ein aggressiver Akteur bei der Öffnung von Märkten gewesen und verfolge eigene Interessen, so Attac. Die G8 mache beispielsweise Druck, dass sich Afrika für jede Art von Investition öffne. Damit sollten praktisch alle Firmen offen stehen "für den Verkauf an transnationale Konzerne aus den Industriestaaten". Den transnationalen Konzernen solle mit dieser Politik geholfen werden, nicht aber den Ländern oder den Menschen Afrikas.

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