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Killerspiele auf der Anklagebank - Sucht euch euren Sündenbock!

Waffen und Amokläufe

Killerspiele sind nicht SchuldDie Bluttaten mit Waffen und Amokläufe nehmen zu. Vielen ist klar, welche Gründe es für die steigende Tendenz gibt: “Es sind Killerspiele!” Bald brauchen wir eine Elaubnispflicht für das Küchenmesser, die Gabel und den Zahnstocher - zumindest für Eltern deren Kinder zur Schule gehen. Früher war doch wirklich alles besser! Da hatte man noch richtiges “Kriegsspielzeug” unterm Weihnachtsbaum. Und da kannte man noch keine Schulamokläufer. Heute diskutiert man über die bösen neuen Medien, über die “gewaltverherrlichenden” Spiele, die Jugendliche gerne konsumieren. Während Sittenwächter auf die Jagd gehen, tauchen immer mehr Studien darüber auf, dass „Killerspiele“ doch nicht so gefährlich sind wie die Masse bisher zu wissen glaubte.

Aussagen wie „Killerspiele sind an allem schuld“ oder „der hatte Counterstrike auf seinem Computer“ werden immer lauter. Es ist inzwischen auch normal nach einem Amoklauf die Festplatte des Täters zu durchsuchen. Und wenn eben solche vermeidlich gewaltverherrlichende Spiele entdeckt werden, dann ist der Grund gefunden. Obwohl eine Vielzahl weiterer Gründe folgen werden, ist klar: Es müssen die Killerspiele gewesen sein! Weder das Elternhaus, die Schule, noch das soziale Umfeld muss ein schlechtes Gewissen haben. Alles ist gut. Komm lasst uns diese teuflischen Spiele verbieten.

Von Zeit zu Zeit tauchen immer mehr freie Studien auf, die sogar Vorteile von solchen Spielen hervorheben. Die Studien des amerikanischen Psychologen Dr. Christoph Ferguson von der Texas A&M Internationl University legen einen positiven Einfluss von “Killerspielen” nahe. Junge Erwachsene, die solche Gewaltspiele spielen, könnten besser mit Stress umgehen und reagierten weniger depressiv und aggressiv auf frustrierende Aufgaben, so Dr. Furgeson. Dies bewies er, in dem er den Teilnehmern in schneller Abfolge Zahlen nannte, und die diese addieren sollten. Nach dieser stressigen Aufgabe teilte er die Teilnehmer in 4 Gruppen auf. Die erste durfte nichts Spielen, die zweite ein gewaltfreies Spiel und die dritte und vierte jeweils ein Gewaltspiel. Dabei konnten die Teilnehmer der letzten beiden Gruppen den durch die Aufgabe ausgelösten Stress schneller bewältigen und reagierten weniger aggressiv.

Auch die University von Rochester beobachtete, dass Spiele mit viel Action das Sehvermögen um bis zu 20 Prozent verbessern können. "Diese Spiele bringen das visuelle System des Menschen ans Limit und das Gehirn stellt sich mit der Zeit darauf ein. Das Gelernte kann dann auch im täglichen Leben Anwendung finden.", teilen die Forscher mit. Bei einem Versuch mit mehreren Studenten stellte man fest, dass die Spieler von Actionspielen bei einem Sehtest besser abschnitten als Studenten, die weniger visuell komplexe Spiele spielten.

Die Angst gegen „Killerspiele“ ist Unbegründet und wird von den meisten Medien hochgespielt. Es ist einfach die Angst vor dem Neuen und Unbekannten Wie es schon immer in der Menschheitsgeschichte war. Fragen sie Medienpsychologen! Die sehen, dass neue Medien sich immer erst gegen die anderen, schon etablierten Medien durchsetzen müssen, ebenso wie gegen die Menschen, denen die Technologie fremd ist. Deshalb nutzen sie die Argumente: “Killerspiele” machen aggressiv, führen zu Realitätsverlust und machen süchtig.

Alle Amokläufer haben solche Spiele gespielt, richtig. Alle Amokläufer aßen auch Brot oder trugen Hosen. Wussten Sie das? Der einfache Zugang zu Schusswaffen, Schwächen in der Schule, soziale Ausgrenzung und psychologische Probleme sind die richtigen Angriffspunkte, um die Zahl der Amokläufe zu reduzieren. Lasst Schüler nicht mit ihren Sorgen und Problemen alleine!

Wahab Bajwa