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Merkel für ökologische, konventionelle und Gentech-Landwirtschaft

Biogas, Biokraftstoffe & Windenergie

Gemeinsam mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag die 72. Internationale Grüne Woche in Berlin eröffnet. Merkel erklärte, ökologische und industrielle Agrarproduktion seien miteinander vereinbar. Die Konfrontation zwischen traditioneller und ökologischer Landwirtschaft sei überwunden. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer behauptete, aus der Vielfalt sei "eine positive Stimmung für die Bauern entstanden". In der Bio-Branche und den alternativen Energien sieht die Kanzlerin große Chancen für die Zukunft der deutschen Landwirtschaft. Die Dimension von Biogas, Biokraftstoffen und Windenergie dürfe nicht unterschätzt werden. Eine "tragfähige Lösung" forderte Merkel auch für die "Grüne Gentechnik", also für den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere in der Landwirtschaft.

Die Landwirtschaft als Zukunftsmarkt

"Kleiner Bauerntag"

Für die Bundesregierung ist die Landwirtschaft ein "Zukunftsmarkt". Die Landwirtschaft versorge die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und trage erheblich zur Wertschöpfung in Deutschland bei. Mehr als eine Million Menschen sind laut Bundesregierung in der Landwirtschaft beschäftigt. "Seit Jahrhunderten prägen und gestalten bäuerliche Betriebe den ländlichen Raum. Deshalb fördert die Bundesregierung die ländlichen Räume in ganz besonderer Weise." Das unterstrich Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem "Kleinen Bauerntag" des Deutschen Bauernverbandes (DBV) am 26. Juni in Magdeburg.

Biomasse für Strom, Wärme und Industrierohstoffe

Hessen

Eine vom Hessischen Umweltministerium in Auftrag gegebene Studie zur Abschätzung einer möglichen Energiegewinnung aus Biomasse kommt zu dem Ergebnis, dass in Hessen bis zum Jahr 2015 10 Prozent des Strom- und 9 Prozent des Wärmebedarfs aus dieser Form erneuerbarer Energieträger gewonnen werden könnte. In der von der Projektgemeinschaft Bio-Rohstoffe erstellten Auftragsstudie heißt es, dass der Anteil am Endenergiebedarf noch höher liegen könnte, wenn der Energieverbrauch sinken würde. Das heißt, dass bei einem durch effiziente Energienutzung beispielsweise halbierter Endergiebedarf entsprechend bis zu 20 Prozent des Stroms und 18 Prozent der benötigten Wärme aus Restholz, Sägeabfälle, Stroh, Bioabfall, Grünabfall, Gülle, Festmist und andere Formen der Biomasse gewonnen werden könnten. In der Studie wird darauf hingewiesen, dass andere erneuerbare Energieträger wie Solarstrom, Solarwärme, Windenergie, Geothermie und Wasserkraft noch hinzukämen. Nach Angabe des hessischen Umweltministers Wilhelm Dietzel liegt der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch Hessens heute bei 4,5 Prozent. Das politische Ziel lautet, den Anteil der Erneuerbaren bis 2015 auf 15 Prozent zu erhöhen.

Autokarosserieteile aus Hanf mit Innovationspreis ausgezeichnet

Nachwachsende Rohstoffe

Bei der achten internationalen Tagung der Arbeitsgemeinschaft Verstärkte Kunststoffe - Technische Vereinigung e.V. (AVK-TV) in Baden-Baden wurde am 27.9.2005 ein Projekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in der Kategorie Umwelt mit dem zweiten Preis der jährlich in den Kategorien Industrie, Umwelt und Universität vergebenen Innovationspreise der AVK-TV ausgezeichnet. Unter Federführung der Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt (IGLU, Göttingen) war mit DBU-Förderung ein neuartiger Verbundwerkstoff aus nachwachsenden Rohstoffen entwickelt worden, der erstmals glasfaserverstärkte Kunststoffe für Karosserieaußenbauteile ersetzen kann. Hergestellt worden war ein Omnibus-Element, das nun im Fahrbetrieb an Stadtbussen der Braunschweiger Verkehrs-AG einem einjährigen Praxistest unterzogen wird.

Auswirkungen von Gen-Pflanzen auf biologische Vielfalt untersucht

Genug "vage Schätzungen"

Nach Ansicht des Naturschutzbundes NABU bestehen nach wie vor erhebliche Wissenslücken über die Auswirkungen des Anbaus von Gen-Pflanzen auf die Natur. Mit der Studie "Agro-Gentechnik und Naturschutz" behandelt der Umweltverband nun die negativen Folgen von großflächigen Gen-Äckern auf die biologische Vielfalt. Da es bisher an Risikoforschung in diesem Bereich mangele, würden Zulassungen und Bewertungen von Gen-Pflanzen derzeit mehr auf vagen Schätzungen denn auf gesicherten Kenntnissen getroffen werden.

Energiesparen und nachwachsende Rohstoffe sind die Zukunft

Chemieindustrie

Die wirksamste Maßnahme, um Wirtschaft und Gesellschaft langfristig weniger abhängig von fossilen Ressourcen zu machen, ist die Absenkung des Energieverbrauchs. "Damit erreichen wir mit Abstand am meisten für die Ressourcenschonung in Deutschland", sagte Dr. Jürgen Hambrecht, Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), auf der Konferenz "Green-Tech 2005" am 2. Februar in Potsdam. So können allein durch einen flächendeckenden Einsatz von modernen Dämmstoffen im Altbaubestand jährlich über 65 Millionen Tonnen Erdöl und Erdgas für Heizzwecke eingespart werden. Außerdem müsse man intensiv daran arbeiten, so der VCI-Präsident, neue Energiequellen zu erschließen.

Seminar zum Bauen und Wohnen mit nachwachsenden Rohstoffen

Münster

Am 14. September 2004 lädt Bundesministerin Renate Künast zum Statusseminar "Bauen und Wohnen mit nachwachsenden Rohstoffen" nach Münster ein. Konkreter Anlass der Veranstaltung ist die Fertigstellung des mit Mitteln des BMVEL geförderten Kompetenzzentrums Bauen mit Nachwachsenden Rohstoffen (KNR). Der Bundesverbandes für Umweltberatung (bfub) unterstützt die Bestrebungen des Einsatzes der nachwachsenden Rohstoffe im Bereich Bau und sieht hier ein breites Handlungsfeld zum vorbeugenden Umweltschutz, angewandt durch Umwelt-, Energieberater und Akteure der Baubiologie und Architekten

Rückenwind für Biokunststoffe

Steigender Ölpreis forciert positive Entwicklung

Der Verband der europäischen Biokunststoffindustrie IBAW konstatiert ein erfreuliches Wachstum der Branche. Nach seiner Schätzung belief sich der Verbrauch von Biokunststoffen auf annähernd 40.000 Tonnen im Jahr 2003, dies bedeutet eine Verdopplung gegenüber 2001. Darin eingeschlossen sind erdölbasierte Anteile und Werkstoffe, die vollständig biologisch abbaubar sind. Sie werden für die Gebrauchstauglichkeit heute oft noch benötigt. Die Hersteller setzen jedoch auf nachwachsende Rohstoffe nach der Devise "soviel wie technisch möglich". Pflanzenstärke, Zellulose und Pflanzenöl dominieren heute bereits die Rohstoffbasis, ihr Anteil soll weiter wachsen.

Bauern und Naturschützer legen in Berlin Eckpunkte für Energiepflanzen fest

Bioenergie

Ökologie und Ökonomie müssen bei einer Ausweitung des Energiepflanzenanbaus nicht im Widerspruch stehen. Darüber waren sich Referenten aus Politik, Landwirtschaft und Naturschutz bei einem Perspektivforum des Bundesverbands BioEnergie e.V. (BBE) und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) einig. Erstmals hatten sich Vertreter der verschiedenen Bereiche in Berlin getroffen, um gemeinsam die Rahmenbedingungen zu gestalten.

CD-ROM zum Thema "Nachwachsende Rohstoffe" kostenlos erhältlich

70 Rohstoffe vom Acker

Eine CD-ROM zum Thema "Nachwachsende Rohstoffe" wurde jetzt im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz und mit Unterstützung der Landesinitiative Hessen-Media an der Professur für Pflanzenzüchtung der Justus-Liebig-Universität Gießen (Prof. Dr. Wolfgang Friedt) erstellt. Parallel zu der etablierten Internetseite informiert die CD-ROM über alternative Nutzungsmöglichkeiten von Pflanzen und die gestiegene Bedeutung der Nachwachsenden Rohstoffe auch als Alternative zu Produkten aus Erdöl.

Zentrum für ökologisches Bauen in Münster eröffnet

Umweltentlastung

Das in Deutschland einmalige Demonstrationszentrum für Energie sparendes und ökologisches Bauen der Handwerkskammer Münster (Paul Schnitker-Haus) ist eröffnet. Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit rund 1,5 Millionen Euro geförderte Zentrum soll Umweltschutz und Handwerk stärker verzahnen und so der Bauwirtschaft neue ökologische Impulse geben. "Obwohl Bauen heute vielfach von internationalen Unternehmen geprägt ist, wird doch nach wie vor die große Masse der Baumaßnahmen von kleinen und mittelständischen Handwerksbetrieben ausgeführt", sagte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde heute bei der Eröffnung. "Als Praktiker vor Ort kommt somit dem kleinen Handwerksbetrieb eine entscheidende Schlüsselposition zu."

Nachwachsende Rohstoffe könnten Verpackungen ohne Müllproblem liefern

Papua Neuguinea verbietet Plastiksäcke

Noch in diesem Monat wird im Hochland von Papua Neuguinea der Einsatz von Plastiksäcken gesetzlich verboten werden. In dem Entwicklungsland sorgen die Abfälle für unlösbare Umweltprobleme. daher sollen die Plastiksäcke durch Papiersäcke ersetzt werden. Was in dem Entwicklungsland als Zielsetzung zum Umweltschutz für Schlagzeilen sorgt, beschäftigt in Europa Chemiker und die Industrie gleichermaßen: Die deutsche Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) in Gützlow hat erst vor kurzem in einer neu erschienenen Broschüre über die Vorteile umweltfreundlicher Verpackungen berichtet, die den traditionellen Plastiksack ersetzen sollen.

Online-Portal für alternative Rohstoffe

Uni Gießen eröffnet Internetplattform

Die Universität Gießen wird ab dem 19. November eine Plattform für nachwachsende Rohstoffe online stellen. Unter der Adresse http://www.nawarro-hessen.de wird das Portal zunächst Informationen über Rohstoffpflanzen liefern. Das Portal wird am Anfang in erster Linie Öl-, Faser-, Gewürz- und Arzneipflanzen beinhalten, soll aber laufend weiter ergänzt werden. Neben biologischen Merkmalen werden sowohl Verwendungsmöglichkeiten als auch Anbau der jeweiligen Pflanzen beschrieben. "Anstoß für die Errichtung des Portals gab das in der Bevölkerung vorliegende Informationsdefizit in Bezug auf alternative Nutzungsmöglichkeiten von Pflanzen und die gestiegene Bedeutung der nachwachsenden Rohstoffe auch als Alternativen zu Produkten aus Erdöl", so Rod Snowdon, wissenschaftlicher Assistent am Institut für Pflanzenbau der Universität von Gießen.

Studie: Nachwachsende Rohstoffe halten Wände trocken

Naturdämmstoffe in Außenwänden bewährt

Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sind auch in Außenwänden dauerhaft einsetzbar. Das belegt eine Studie der FH Kiel im Auftrag der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Die Naturmaterialien dämmen auch bei langanhaltender Feuchtigkeit nicht nur gut, sondern gleichen Schwankungen der Temperatur und der Feuchtigkeit teilweise sogar besser aus als ihre mineralischen Konkurrenten.