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Keine Massen-Abschiebung ins Kosovo

Hilfsorganisationen warnen

Vor dem massenhaften Rücktransport von Kriegsflüchtlingen in den Kosovo und nach Serbien-Montenegro haben mehrere Hilfsorganisationen gewarnt. Sie befürchten, dass die Innenministerkonferenz auf ihrer nächsten Tagung Anfang Juni in Bremerhaven den Abschiebeschutz für Minderheiten aus den jeweiligen Regionen aufheben werde, sagte der rechtspolitische Referent von Pro Asyl, Bernd Mesovic. Wenn aber bis zu 60 000 Menschen zwangsweise aus der Bundesrepublik in ihre Heimat zurückgeschickt würden, bestehe dort die große Gefahr einer Destabilisierung, betonte der Kosovo-Experte der Schweizerischen Flüchtlingshilfe, Rainer Mattern.

In einem Appell, an dem sich auch der Arbeitskreis Asyl NRW und der Flüchtlingsrat NRW beteiligen, fordern die Hilfsorganisationen die Innenminister auf, den Abschiebeschutz für Minderheiten aus dem Kosovo zu verlängern. Außerdem müsse ihnen die Möglichkeit gegeben werden, über eine Altfallregelung ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Deutschland zu bekommen. Die Experten befürchteten für die Flüchtlinge im Fall ihrer zwangsweisen Abschiebung unter anderem Gefahren für Leib und Leiben, unzureichenden Wohnraum sowie sprachliche Diskriminierung.

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