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Bankenbericht sieht verhaltene wirtschaftliche Erholung

Matte Konjunktur

Die konjunkturellen Perspektiven für Deutschland und den Euro-Raum haben sich wieder eingetrübt. Wie der Bundesverband deutscher Banken (BdB) am Montag in seinem Konjunkturbericht Juli betonte, sind vor allem die außenwirtschaftlichen Risiken gestiegen. Für die bislang nur von den Exporten getragene wirtschaftliche Erholung stelle dies eine besondere Gefahr dar. Auch wenn zurzeit kein Abbruch des konjunkturellen Auftriebs im Euro-Raum zu befürchten sei, werde sich die Erholung in den kommenden Monaten nur verhalten fortsetzen.

Laut Bankenverband hat die Industrieproduktion in Deutschland in den letzten drei Monaten enttäuscht. Inzwischen sei die Lage im Produzierenden Gewerbe wieder schlechter als noch im ersten Quartal dieses Jahres. Die bislang weit verbreitete Hoffnung auf eine merkliche Beschleunigung der gesamtwirtschaftlichen Wachstumsrate im zweiten Quartal müsse deshalb gedämpft werden. Auch am deutschen Arbeitsmarkt sei noch keine Besserung in Sicht. Im Jahresdurchschnitt sei mit mehr als vier Millionen Arbeitslosen zu rechnen.

Die Deutsche Bundesbank konstatiert in ihrem ebenfalls am Montag veröffentlichten Juli-Monatsbericht eine verhaltene konjunkturelle Entwicklung in der Industrie in den letzten Monaten. Zwar sei es im Mai zu einer kräftigen Ausweitung der Auftragseingänge gekommen, maßgeblich hierfür seien aber mehrere Großaufträge gewesen. Die aktuellen Zahlenangaben überzeichneten daher das konjunkturelle Grundtempo.

Die Produktion in der Industrie ist laut Bundesbank nach vorläufigen Angaben im Mai saisonbereinigt deutlich hinter dem Vormonat zurückgeblieben. Die Erzeugung im April und Mai habe das Ergebnis der ersten drei Monate des Jahres nicht wieder erreicht. Zudem dürfte sich der Rückstand noch vergrößern, da mit den endgültigen Werten für Mai eine Korrektur nach unten zu erwarten sei. Der Rückgang ist laut Bundesbank teilweise auf die hohe Zahl an Feiertagen im Mai sowie den Streik in der Metall- und Elektroindustrie zurückzuführen.

Dem Monatsbericht zufolge hat sich die Beruhigung des Preisklimas im Juni fortgesetzt. Wesentlich dazu beigetragen hätten Preisrückgänge sowohl bei den Nahrungsmitteln als auch den Mineralölprodukten. Zudem hätten sich die Preisveränderungen im Bereich der gewerblichen Waren in engen Grenzen gehalten. Dadurch sei der anhaltende Preisauftrieb bei den Dienstleistungen sowie der Anstieg der Wohnungsmieten ausgeglichen worden.

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